Das Jahr in Platten mit: Keeper

von am 10. Dezember 2014 in Adventskalender 2014

Das Jahr in Platten mit: Keeper

Ausgerechnet ein Duo aus dem sonnigen Kalifornien sticht am Ende des Doom-Triumphjahres 2014 aus der Masse der exzellenten Genre-Veröffentlichungen hervor – und das auch noch mit seiner ersten (Demo?!)Veröffentlichung. Die aufgefahrenen 46 Minuten von ‚MMXIV‚ funktionieren dabei keineswegs nur als eine erste Talentprobe, sondern viel eher artikulieren Keeper bereits in diesem frühen Stadium formvollendeten Sludge-Hass, gegossen in zähflüssigen Gift und Galle spuckenden Weltekel, der sich an der Kreuzung von angepissten Crust und verendenden Noiseausflüssen in purer Misanthropie suhlt. Jacob Lee und Penny Keats speien dieses nihilistisches Gebräu praktisch aus dem Nichts kommend, haben sich mit unerbittlicher Konsequenz aber regelrecht aus dem Stand heraus als eine der aktuell kompromisslosen Genreband etabliert. Was in einem Jahrgang wie diesem natürlich zusätzlich adelt.

5. Beyoncé – ‚Beyoncé [Platinum Edition]
Das hier ist etwas geschummelt, denn das Album ist eigentlich 2013 erschienen, aber mit den paar neuen Songs und einer Fuhre klasse Remixes zähl ich es trotzdem mit. Das Album lief bei mir genauso lange in Dauerschleife wie die Interpol-Platte, allerdings mit dem Bass in meinem Auto auf „+5“. Yoncé ist einfach zu gut und macht zu viel Spaß, das Album ist ziemlich „Flawless“. – PK

4. Monarch! – ‚Sabbracadaver
Meiner Meinung nach die stärkste Veröffentlichung von Monarch. Die Songs sind merkbar strukturierter, was ihnen sicher neue Fans beschert hat, und bieten einige der denkwürdigsten Riffs seit ‚Sabbat Noir‚. Emilies eindringliches Gesäusel, trauerndes Geheule und zerstörerisches Geschrei sind wundervoll produziert. Vom Anfang bis zum Ende erwecken die Songs Gefühle von Schmerz und Verzweiflung, die im finalen Track ‚Mortes‚ gipfeln. Für mich dient der Song als Abschluss und zur Akzeptanz dessen, was das Leben für uns bedeutet. – JL

3. Plebian Grandstand – ‚Lowgazers
2014 war mein großes blackened Jahr, dieses Album kam also genau zur rechten Zeit. Es gibt einige andere Anwärter auf diesen Platz (lobend erwähnt seien an dieser Stelle Hope Drone), aber die Art wie sich dieses Album „schwarz“ anfühlt, ohne wie all die anderen Black Metal Songs zu sein, ist was mich wirklich beeindruckt. – PK

2. Young And In The Way – ‚When Life Comes to Death
Das Album hat mich mit seiner Kombination von Hardcore und allem was blackened ist weggeblasen. Sie lassen nicht nur die Genres zusammenfließen, an manchen Punkten wechseln sie auch mühelos zwischen den Stilen. Der erste Track ist ein gutes Beispiel, in erster Linie ein Circle Pit tauglicher Hardcore-Song, bis er plötzlich in ein schwarzes Loch stolpert. Jeder Song steht sehr gut für sich alleine da, aber fließt noch besser in den nächsten. Die Produktion ist roh und persönlich. Die bekommen auch Bonuspunkte weil sie mich mit dem akustischen Song ‚Shadow of Murder‚ zum Weinen gebracht haben, eine Art Song an den sich die meisten Bands nicht rantrauen würden. – JL

1. Interpol – ‚El Pintor
Eine meiner liebsten Bands aller Zeiten, vielleicht sogar die Lieblingsband. ‚El Pintor‚ ist mit Sicherheit mein liebstes Album von ihnen. Ihr letztes selbstbetiteltes Album hatte viele experimentelle und progressive Elemente die mir mit der Zeit wirklich gefallen haben. Dieses Album behält das in Teilen bei, greift aber auch auf ältere Stilmittel zurück, die die Band in erster Linie so groß gemacht haben. All diese Elemente kombiniert machen dieses Album für mich zu einer 1+. – PK

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Vielen Dank an Keeper für die Teilnahme am Heavy Pop Adventskalender!

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