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Der kaum bescheidene Titel Good Music to Avert the Collapse of American Democracy kommt mittlerweile endgültig nicht mehr von ungefähr: Auf Volume 2 der Compilation versammeln 78 schwergewichtige Interpreten über fünf erschlagende Stunden an offiziell unveröffentlichtem Material.
Auf Vol. 4 seiner Two Minutes to Late Night-Bandcamp Friday-Ep-Cover-Serie serviert Gwarsenio Hall die Interpretationen von You Make Loving Fun (Fleetwood Mac), Everything’s Ruined (Faith No More), Something to Talk About (Bonnie Raitt), Dare to Be Stupid (Weird Al Yankovic) und Rebel Yell (Billy Idol).
The Killers bestätigen den erfreulichen Aufwärtstrend von Wonderful Wonderful auf Imploding the Mirage mit einer überraschenden Konsistenz - gerade, wenn man die Hintergründe des sechsten Studioalbums bedenkt.
Nicht umsonst kontrastiert Ultraviolet den Titel des Vorgängeralbums derart klar: Ausgerechnet die Metalcore-Wiedergänger von Misery Signals verbreiten im Jahr 2020 einen unerwartet hoffnungsschwangeren Optimismus.
Die Wahl des Albumtitels suggeriert einen gewissen Pragmatismus fälschlicherweise: Luke Jenner reflektiert auf seiner Rückkehr 1 mit einer fragmentarischen Sammlung zum selbsttherapeutischen Zweck, leider zu unausgegoren.
Der Wizard of Meth-Optiker Gabriel Ravera mag mit dem herrlich primitiven Klischee-Artwork die erste Aufmerksamkeit generieren, doch das eigentliche Highlight bleibt die Musik der selbstbetitelten Debüt-EP (?) von Las Historias.
Es könnte nach über drei Jahren Wartezeit wohl bald schon ernst werden mit dem vierten Studioalbum des kanadischen Duos - das suggeriert zumindest der auf Betriebstemperatur vorbereitende Release von Massey Fucking Hall, der ersten Live-Platte der Japandroids.
Nach (dem im Rückblick weitaus weniger Eindruck als 2013 erwartet hinterlassen habenden) Volition und der Veröffentlichung des seriellen Sammelsurium-Kurzformates Pacific Myth markiert Palimpsest für Protest the Hero die Rückkehr zum klassischen Album-Format.
Nicht, dass es tatsächlich einer Erinnerung daran bedürfen würde, dass Power Trip zu den aktuell besten Crossover-Thrashern des Planeten gehören - Live in Seattle 05.28.2018 schafft dennoch ein aktualisiertes Bewusstsein für die Klasse dieser Band.
Man muss natürlich schon ein Zyniker sein, um Father of All Motherfuckers als bestes Green Day-Album seit mindestens einem Jahrzehnt zu bezeichnen. Richtig wäre es trotzdem - was aber eigentlich mehr über die vier Veröffentlichungen der vergangenen Dekade aussagt, als über die letztendlichen Qualitäten des dreizehnten Studioalbums der (ehemaligen?) Punkrocker.










