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Zurück aus der Totalausfall-Disco versuchen die Kaiser Chiefs auf Duck den euphorischen Indierock-Optimismus ihrer Jugendtage zurückzuerzwingen. Ein nicht unangenehm verkrampfter Endorphinschub.
Zwölf Klassiker ergeben ein absolut zweckmäßiges Oldschool-Best of, dazu gesellt sich ein zumindest solider neuer Song: Spoon erfüllen sich mit Everything Hits at Once den offenbar schon lange gehegten Traum einer Greatest Hits-Compilation.
2015 haben Batushka mit ihrem vor finsteren Blastbeats, griffiger Rock-Breitbeinigkeit und erhebenden Chören jubilierenden (subjektiv auch allgemein dezent überschätzten) Debüt Litourgiya dem orthodoxen Black Metal eine durchaus imposante Würdigung erwiesen, die schließlich sogar bis auf die großen Bühnen vor Behemoth und Bölzer führte.
Schlagenheim tritt den Beweis an: Die Generation der 20 Jährigen kennt nicht nur den hippen Indie von alt-J, sondern auch mathlastigen Noiserock von This Heat, Ought, Talking Heads, Steve Albini, The Drones, Pop Group, Battles oder TV on the Radio. Fein!
Dass Bobby Krlic die Arbeit zu Midsommar nicht unter seinem The Haxan Cloak-Banner veröffentlicht, macht schon Sinn. Mittlerweile hat sich der Engländer eben weit von den industriell-ambienten Klangwelten seines Alias in Richtung malerisch-strukturoffener Score-Kosmen jenseits der Elektronik verabschiedet.
Als eine weitere Record Store Day-Absurdität wäre King's Mouth: Music and Songs aber auch wirklich eine Verschwendung gewesen. Nun erscheint das ursprünglich auf 4000 Vinylexemplare limitierte Werk zumindest in digitaler Form doch noch auch auf breitem Vertriebsweg als offiziell es 15. Studioalbum der Flaming Lips - und ist die eventuell beste Veröffentlichung der Band seit mindestens einem Jahrzehnt.
Kaum haben sie sich von Danger Mouse losgesagt, läuft es (in künstlerischer Hinsicht) wieder für die Black Keys: Let's Rock gelingt mit Brother'scher Kompaktheit der gepflegt weichgespülte Rock, an dem El Camino und vor allem Turn Blue noch substantiell scheiterten. Auch dank eines geschickt-manipulativen Kniffes.
Die ehemaligen Ethno-Originale von Yeasayer bestätigen mit Erotic Reruns ihren Weg von der einst herausragenden Ethno-Popband zum austauschbaren Plastikeinerlei weitestgehend.
So reichhaltig sich die Diskografie von Will Toledo und Car Seat Headdrest auch über die vergangenen Jahre gefüllt hat, herrscht auf dem Sektor der Livealben diesbezüglich noch Nachholbedarf. Commit Yourself Completely setzt bei diesem Missstand an.
Nach dem Ausstieg von Jason Maas finden Defeater für ihr fünftes Studioalbum einen gelungenen Ansatz, um das festgefahrenen Sound- und Erscheinungsbild ihres Melodic Hardcore ein wenig freizuspielen: Zurück zu den Wurzeln!










