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Dem Cover nach zu urteilen könnte 'Tyranny' gut und gerne auch von einer Gang aus The Warriors eingespielt worden sein. Nur konsequent, ist The Strokes-Chef Julian Casablancas mit dem wilden Stilamalgam seiner neuen Hintergrundcrew doch irgendwo tatsächlich auf Kollisionskurs und Kriegsfuß mit der relativ versöhnlichen Herangehensweise seiner Stammband.
'Ruins' ist als stille Pianoelegie das weltlichste, zugänglichste und in gewisser Weise auch konventionellste Grouper-Album bisher geworden. Die flüchtige, abgrundtiefe Melancholie der Liz Harris wird dadurch greifbarer denn je.
Sich von hartgesottenen Fans in der Sonne den Bauch pinseln lassen, mit ihnen an der Bar diskutieren, wo die verlorengegangenen Stärken von Weezer liegen, oder einfach eine ausgelassene Party auf hoher See feiern. Die beiden "Weezer-Cruises" am Luxusliner haben Rivers Cuomo und Co. sichtlich gut getan, die Perspektiven gerade gerückt. Nach vier Jahren Plattenpause ist 'Everything Will Be Alright in the End' deswegen tatsächlich ein kaum mehr für möglich gehaltenes Comeback geworden.
Als hätten Thou das Jahr 2014 nicht bereits flächendeckend genug mit ihrem misanthropischen Crust-Doom gepfählt, liefert nun ein Duo aus dem Golden State Kalifornien eine erste Demonstration davon, welche Fußnoten im Genre zwischen den Szenegöttern aus Baton Rouge und nahverwandten wie Cough noch möglich sind.
Daylight heißen nun Superheaven. Ansonsten bleibt für die Band mit dem Gespür für miese Bandnamen auch unter dem neuen Banner alles beim Alten - und die Neuauflage des bereits 2013 erschienene Debütalbum 'Jar' auch knapp 17 Monate nach seiner Erstveröffentlichung immer noch so überzeugend wie am ersten Tag.
Mit der kürzesten Pause zwischen zwei Alben seit annähernd 30 Jahren und nur knappe 32 Monate nach 'Old Ideas' beschenkt Leonard Cohen seine Anhängerschaft pünktlich zum eigenen 80. Geburtstag mit der neuerlichen Erkenntnis, dass der kanadische Poet weiterhin sich selbst der würdigste Nachlassverwalter bleibt.
Ausgerechnet pünktlich zum Comeback von Death From Above 1979 frisst der Feuilleton einem jüngeren Bass/Schlagzeug-Duo aus der Hand. Vielleicht kein Wunder, bei der Menge an Jack White, die Royal Blood inhaliert haben.
Auf Wiedersehen Vergangenheit, Hallo Zukunft. Das mögen sich Thirteen Days aus Klagenfurt in den letzten Monaten und Jahren einige Male gedacht haben: Management-Probleme, die Hälfte der Band verabschiedete sich nach und nach und wurde durch Mitglieder der steirischen Kombo Days in Paradise ersetzt. Zudem wurde dem Power-Poppunk früherer Tage zugunsten eines rockig-alternativen Sounds abgeschworen. Herausgekommen ist 'Goodbye to Yesterday', ein ambivalentes Album.
Den Entwicklungsschritt, den This Will Destroy You zwischen ihrem selbstbetitelten, nach allen Regeln der Genrekunst spielenden Debüt, und dem abgeschotteten "Doomgaze" des bisweilen regerecht hoffnungslos in sich gekehrten 'Tunnel Blanket' mutmaßlich übersprungen zu haben schienen, holt das Quartett aus Texas nun nicht nur nach - es fächert beim Zurückrudern seinen Postrock gleichzeitig abermals um Nuancen weiter auf.
Die Beinahe-Oscar-Preisträgerin entschädigt im Alleingang für die käsigen letzten beiden Yeah Yeah Yeahs-Alben: 15 intim-romantische LoFi-Folk-Songskizzen mit gebrochenem Herzen, die ungefähr dort weitermachen, wo 'KO at Home' ungewollt ans Tageslicht gespült wurde.










