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Baroness haben sich soweit als möglich von ihrem verheerenden Busunglück erholt. 'Live at Maida Vale - BBC' ist deswegen einerseits als potentes Lebenszeichen für die nun folgenden Taten zu verstehen, mehr noch aber als endgültiger Abschluss mit dem zwischen Himmel und Hölle pendelnden Jahr 2012.
Post-Hardcore, Screamo, Metalcore, Pop, Prog-Rock, Emo und Michael Jackson - Letlive. bedienen sich wo sie wollen, nehmen die meisten Zutaten der vorangegangenen (je nach Zählweise) drei Studioalben, verdichten und potenzieren sie: 'The Blackest Beautiful' ist der Brocken geworden, der den Hype nach 'Fake History' auf nicht ganz unprätentiöse Art und Weise doch bestätigt.
Will Wiesenfelds fährt immer noch den Laptop hoch wenn er zu musizieren beginnt - komponiert seine in sich weilenden, abgründig dunkel schimmernden Synthie-Songs aber nun gesangslastiger, klarer strukturiert, griffiger: für 'Obsidian' hat der 24 jährige Baths in seine Version einer elektronischen Ein-Mann-Popband umgewandelt.
The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die haben nicht nur einen ausgefallenen Bandnamen mit atemloser Nebenwirkung, sondern auch eine ebensolche Vorstellung vom emotionalen Indierock der 1990er-Jahre.
Retox klingen natürlich immer noch unverkennbar nach ihrem Frontmann Justin Pearson. Das Quartett aus San Diego emanzipiert sich auf 'YPLL' allerdings gleichzeitig von dessen prägnantem Patent-Grindcore. Mehr noch: Pearsons neue Hauptbeschäftigung kann guten Gewissens als die zugängliche wenig verstörende Rock'n'Roll-Spielwiese des 37 jährigen durchgehen.
'A Ton of Love' ist ihr 'Sex on Fire': Der Vorbote ist wahlweise die plumpste Stadionrock-Hymne, die die Editors je geschrieben haben - oder die zündendste U2-Single seit über einem Jahrzehnt. Kein Ausreißer wie sich nun zeigt, denn auf 'The Weight of Your Love' biedern sich die Engländer als amerikanische Rockband an den Massenmarkt an.
Johnny Cash hatte Rick Rubin. Bob Dylan setzt auf sein Alter Ego Jack Frost. Und Tom Jones auf Ethan Jones. Denn hat man den kongenialen Produzenten fürs eigene Alterswerk erst einmal gefunden, hält man an diesem für gewöhnlich fest.
Wenn drei Fünftel der vielleicht besten Post-Metal-Band der letzten Jahre gemeinsame Sache mit der markanten, unfehlbaren Stimmen der Deftones machen, schreit das von vornherein nach Gipfeltreffen, Supergroup und dem potentiellen Album des Jahres. Und dann klingt 'Palms' auf den Erstkontakt hin ernüchternd nach Isis B-Seiten mit einem allzu gleichförmig leidenden Chino Moreno in der Hauptrolle.
Die Zukunft, die LITE auf der letztjährigen, herausragenden 'Past, Present, Future'-EP mit dem Múm-affinen, ätherischen Gesang von Mice Parade-Stimme Caroline Lufkin in Aussicht gestellt haben, findet auf 'Installation' (leider) nicht statt. Mit dem anhaltenden Bestreben sich nach dem Zenit 'Phantasia' weiterzuentwickeln haben die Mathrock-Könige aus Fernost wieder ein ebenso vielschichtiges wie kurzweiliges Album geformt.









![See-Rock Festival 2013: Tag #1 [21.06.2013 Schwarzlsee, Graz] See-Rock Festival 2013: Tag #1 [21.06.2013 Schwarzlsee, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2013/06/Iron-Maiden-Head-1.2.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)
