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Jason Pierce alias J. Spaceman hat knapp sechs Jahre nach Sweet Heart, Sweet Light endlich wieder ein neues Spiritualized-Album fertigbekommen, dabei aber für And Nothing Hurt - dem Titel irgendwie zu konsequent Folge leistend - zu viele Sedativa in den psychedelischen Stimulanzien erwischt.
In hiesigen Breitengraden heißt es noch abwarten, ob Mandy als hirnwütiges Nicolas Cage-Spektakel den grasierenden Hype cineastisch überhaupt stemmen kann. Schon jetzt schraubt der dazugehörige Carpenter'eske Synth-Score von Jóhann Jóhannsson (samt metallisch in den Drone blickenden Gitarrenparts von Sunn O)))s Stephen O’Malley und verzehrender Randall Dunn-Produktion) die Erwartungshaltung jedenfalls nochmals ordentlich nach oben.
Spätestens mit der 2016er-Schönheit Your Wilderness hat Bruce Soord seine Prog-Band The Pineapple Thief zur bestmöglichen Ersatzdroge gemacht, um die Abwesenheit von Porcupine Tree zu überstehen. Daran ändert sich nun durch Dissolution nichts.
Nicht nur wegen einer bis dahin makellosen Diskografie hatten alle Veröffentlichungen des Alkaline Trio nach dem großartigen Crimson einen schweren Stand. Geändert hat sich daran nichts. Doch auch ohne unterstützende Vorab-Euphorie ist Is This Thing Cursed? die vielleicht bestmögliche Gelegenheit, um die abgekühlt geglaubte Leidenschaft für den romantischen Punktrock der Band neu aufzuwärmen.
Eminem ist angepisst, dass Revival zu einem der von Kritikern (und, was er hier geflissentlich zu übersehen neigt: auch Fans) meistverissenen Alben jüngerer Vergangenheit avancierte. Diese Wut alleine kann Kamikaze nun qualitativ nicht vollends tragen, sorgt aber zumindest für einen minimalen Anstieg der Leistungskurve.
Leidenschaftlich bollernde Katharsis in neun verstörenden Akten samt Drum-Feuerwerk unterm Hintern: Bosse-De-Nage verzweifeln in Form von Further Still bereits zum offiziell vierten Mal an der emotionalen Schönheit ihres kraftvollen Post-Black Metal-Amalgams.
Der Paradigmenwechsel Young and Courageous hat 2014 bewiesen, dass es durchaus eine Zukunft für Tides of Man im Postrock geben kann. Every Nothing geht nun den Schritt weiter und reklamiert, dass diese keinesfalls in der zweiten Reihe des Genres stattfinden wird müssen.
Alice In Chains kehren für Rainier Fog knapp 22 Jahre nach dem selbstbetitelten Schwanengesang mit Layne Staley nach Seattle zurück: Ein Tribut im selbstreferentiellen Sound an die eigene Vergangenheit sowie an verstorbene Weggefährten.
Evan Patterson forciert auf No Trail and Other Unholy Paths die assoziative Nähe zu den Einflüssen seiner zum Organismus ausgewachsenen Band, schärft damit das Profil von Jaye Jayle und bringt ein im Spannungsfeld aus Neolfolk/Alt-Country und Goth-Americana brütende Songwriting prägender in Szene.
„It Probably Mathers /..../ I Need Answers“ sinniert Paul Banks im anschließenden Stück von Marauder durchaus symptomatisch: Interpol tauchen ihren selbstrefentiellen Sound energisch an, lassen die Frage nach der Relevanz davon aber offen.










