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Gibt es eine Grundformel um packende Post-Rock-Hymnen ohne Ablaufdatum zu kreieren, haben Collapse Under The Empire diese nicht nur verstanden, sondern auf ihrem vierten Album in fünf Jahren auch verinnerlicht: für Werke wie 'Fragments of a Prayer' ist manchmal selbst das Kopfkino zu klein.
Nur logisch, dass Steven Ellison die komplette Gästeriege vom Umbruchalbum 'Cosmogramma' auch für sein viertes Werk übernommen und sogar erweitert hat: sucht sich Flying Lotus doch eine ruhige Ecke hinter seinem erschlagenden "Cosmic Drama" und bastelt dort mit der Lupe an der feingliedrigen Definition seiner undefinierbaren Elektronikskizzen.
Zuverlässig wie ein Schweizer-Uhrwerk: mindesten einmal pro Jahr liefert das Gespann um Jeremy Earl aus Brooklyn überwältigend schön- schrulligen Folk für sonnige Waldlichtungen ab. Auf ihrem siebten Album im siebten Jahr wagen sie zudem die Probe aufs Exempel: wieviel Pop passt in die herzlichen Kauzgesänge, ohne deswegen gleich Pop zu sein?
Der Auftakt der über die nächsten Monate vervollständigt werdenden Album-Trilogie ist für sich genommen die Rückkehr von Green Day zur Genügsamkeit im Songwriting, die Abkehr von der erdrückenden Konzeptlastigkeit im Mikrokosmos '¡Uno!' verleiht den Kaliforniern dazu eine lange nicht mehr gehörte Leichtigkeit. Aber eben auch eine gravierend zwanglose Beliebig- und Belanglosigkeit.
Diese Woche u.a. mit Konzerten von Kristofer Åström, Killed by 9V Batteries, New Lows und dem Wakmusic Open Streets Fest.
Nach dem Geschrei um ihr Major Debüt 'Infinity Arms' besinnen sich Band of Horses auf ihr harmonisches Songwriting in unaufgeregten Songs, brav abgeschliffen und konsumfertig aufbereitet. Die Magie ihrer ersten beiden Alben scheinen sie unwiederbringlich auf Sub Pop zurückgelassen zu haben.
Zwei Jahre nach 'Tourist History' für viele wahrscheinlich nur interessant: können die Iren die imposante Singleschau ihres Debüts wiederholen oder verlieren sie sich wie so viele Kollegen als Eintagsfliegen in der Indiepoprock-Bedeutungslosigkeit?
Zahlreiche Mutmaßungen und Fragen im Vorfeld des 35. Bob Dylan Albums an dessen vorläufigen Ende nun die Veröffentlichung von 'Tempest' steht: einem weiteren solchen aus der Urbrühe von Blues, Folk und Rock aufgekochtes Taditionswerk, wie Dylan sie es dem letzten Jahrzehnten so versiert zu schreiben pflegt.









