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Nach ihrem selbstbetitelten, doch ziemlich generischen Hit-or-Miss-Einstand vor drei Jahren verpasst Dua Lipa der Disco mit Future Nostalgia eine herrlich schwungvolle Frischzellenkur.
Die Zeit seit seinem brillanten siebten Studioalbum The Impossible Kid hat sich Aesop Rock mit dem Instrumental-Score Bushwick, Kooperationen mit Homeboy Sandman sowie dem Malibu Ken-Debüt oder der Single Rogue Wave vertrieben. Nun folgt der Soundtrack für das Videospiel Freedom Finger.
Nicolas Jaar überrascht ohne Vorlaufzeit mit seinem ersten Album unter eigenem Namen seit knapp vier Jahren - aber nicht mit dem elektronischem Ambient, der nur auf den ersten Eindruck verkopft wirken könnte: Cenizas ist eine weiche, intuitive Fantasie, ein aus der Asche wachsender Organismus.
Sofern nach Russian Doll noch Fragen offen waren, stellt Little Boy nun klar: Ulver bleiben auf dem Weg des Synthpop, Dark- und Coldwave - die Unterschiede zur erst wenige Wochen alten Vorgängersingle sind jedoch eklatant in der strukturellen Natur.
Dystopische Klangwelten für dystopische Zeiten: Nine Inch Nails liefern mit den ansatzlos veröffentlichten Instrumental-Doppel aus Ghosts V: Together und Ghosts VI: Locusts den Soundtrack für ein isoliertes Leben während der Corona-Pandemie.
Ein Ausflug neben den Hauptstrang des Kanons: Blues Funeral Recordings lädt Spotlights mit der EP We Are All Atomic zu einem ganzheitlichen Nachsatz für ihr starkes 2019er Album Love & Decay ein.
Sufjan & Lowell: Aporia ist ein New Age-Synthie-Mosaik und zielloses Mood Piece, das seine skizzenhaften Fragmente mit mystischer Austauschbarkeit aus dem progressiven Ambient und einer einnehmenden Space-Elektronik bezieht.
Dave Longstreth lüftet den zuletzt etwas abgestandenen Kosmos von Dirty Projectors auf der vier zurückgenommene Indie-Folk-Songs umfassenden Windows Open -Ep erfreulich unbekümmert durch.
Zum einjährigen Jubiläum von Nest (und gewissermaßen auch anstelle der abgesagt werden müssenden US-Tour) serviert das belgische Trio Brutus mit Sand einen übrig gebliebenen Song aus den Sessions ihres Zweitwerkes.
Folkesange ist ein Paradigmenwechsel für Myrkur: Nach zwei Black Metal-Alben hat Amalie Bruun mit Blumenkranz im Haar, wallenden Kleidern und Wiege vor dem Fenster einen Midsommer-Traum im warmen Sonnenlicht des Nordens aufgenommen.










