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Nach der wohl nicht nur enttäuschendsten, sondern doch auch klar schwächsten Dekade ihrer Karriere ruft sich das Animal Collective zu Beginn des neuen Jahrzehnts alte Stärken in Erinnerung: Bridge to Quiet ist die beste Veröffentlichung der Gang seit mindestens Centipede Hz.
Sehr geil: Die Metal-Show Two Minutes to Late Night veröffentlicht eine Reihe jener Coversongs, die Host Gwarsenio Hall mit einer wechselnden Schar illustrer Gäste rund um die Hausband Mutoid Man aufgenommen hat.
Die Freude am Krach der beiden Vorgänger ist beinahe verschwunden, der Pop deswegen aber nicht wieder auf eine klare Linie gebracht worden. Trotzdem: Die Rückkehr von Phantom Planet mit Devastator ist nicht nur aufgrund nostalgischer Sympathiepunkte eine nette Sache.
Da attestiert man der Band erst unlängst noch eine grundlegende Unfehlbarkeit - und dann legen die Sludge/Death/Post Metaller von Inter Arma eine so unaugegorene Cover-EP wie Garbers Days Revisited vor.
Mike Shinoda geht die Zeit der Covid-Quarantäne produktiv, aber demonstrativ gelassen an: Mit seinen Fans als Korrektiv hat er die Instrumental-Hip Hop-Skizze Dropped Frames, Vol. 1 aufgenommen.
Don't Waste Your Time II ist als zweiteilige Single zwar der nominelle Nachfolger der senkrechtstartenden EP von 2018, viel mehr aber noch eine Art verspätete Nachgeburt aus den damaligen Sessions.
Boris haben ihre ungestümen Tage der auslaugenden Exzesse und Heaviness, des plättenden Doom, Punk, Drone und Rock, längst hinter sich, und spielen ihre eklektischen Karten nur noch bekömmlich aus? No!
Klangen sie bisher vor allem immer so, als würden sie sich und ihren technischen Death Metal selbst zerfleischen, vertilgen und verdauen Pyrrhon auf Abscess Time nun auch dezidiert ihr Umfeld.
Daher Sumac-Alben ja gerne auch wie verdammt gut destillierte Rechtfertigungen anmuten, um das Material auf der Bühne noch wuchernder wachsen zu lassen, ist ein mutmaßlich willkürlich zum Bandcamp-Friday hinausgeschossenes Livealbum wie St Vitus 09/07/2018 freilich eine feine Idee.
Nur LINGUA IGNOTA hat derart zuverlässig zu jedem Bandcamp-Friday neues Material im Angebot, wie Marissa Nadler. Diesmal liefert dies dem geneigten Fan die EP Moons - welche sich dann sogar doch auch einmal endlich ein wenig von der angestammten Komfortzone der Chanteuse aus Boston entfernt.










