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Parquet Courts biegen nach dem personaleinschränkt produzierten Langspieler-Intermezzo unter ihrem Alter Ego Parkay Quarts mit Human Performance wieder auf die Band-Hauptfahrbahn ein. Dort lässt es sich mit demonstrativem Desinteresse halt auch einfach noch besser mit ihren gegen die Wand gefahrenen Hits zwischen Slackertum, Indierock und DIY-Punkattitüde kokettieren.
Tatsächliche unsterbliche Radiohits und Killersingles mit dem altbekannten Klassikerpotential hat Where You Stand 2013 letztendlich keine für Travis abgeworfen, aus der Underdog-Rolle heraus aber sehr wohl einen zweiten Frühling für die knuffigen Schotten heraufbeschworen. Genau dort macht Everything At Once als unspektakulär liebevolles Britpop Album nun weiter.
Cult of Luna verlagern ihren konzeptionellen Post Metal auf Mariner erneut und verlassen die beklemmende Industrial-Dystopie von Vertikal und dessen Appendix Vertikal II, um gemeinsam mit Julie Christmas die unendlichen Weiten des Weltalls zu erforschen.
Die letzte Ausgabe des Festivals unter dem künstlerischen Leiter Tomas Zierhofer-Kin sei gefeiert: heute [29. April 2016] startet das donaufestival in Krems. Heavypop präsentiert wie jedes Jahr rein subjektiv die favourite picks aus den Bereichen Musik und Performance. Auf in die Wachau!
Als Drangsal rekonstruiert Max Gruber aus Herxheim den New Wave und Post Punk der 1980er mit viel Leidenschaft, einem beachtlichen Händchen für Ästhetik und mit einem verinnerlichten Verständnis für die Materie. Harieschaim serviert hinter seinem fundiert inszenierten Retrosound so eine beachtliche Anzahl an Ohrwürmern, ist aber paradoxerweise wohl dennoch vor allem als Versprechen an die Zukunft zu sehen.
Wo jedes Studioalbum neue Facetten des englischen Prog-Meisters freilegt, entlässt "An Evening with Steven Wilson" abseits der erwartbar makellosen, bis ins Detail durchkomponierten Perfektion in Sachen instrumentaler und inszenatorischer Virtuosität ebenfalls mit einer überraschenden Erkenntnis: Der alterslos wirkende 48 Jährige präsentiert sich im Orpheum entwaffnend nonchalant als erstaunlich amüsanter Zeitgenosse.
Politisch, düster und auch schön – die neue Platte 'Work & Velocity' von Crystal Soda Cream ist ein adäquater Beitrag zu den miesen Zeiten in denen wir leben, da ist auch immer ein kleiner Schimmer Hoffnung und – Wut.
Das Verhältnis von Quantität zu Qualität war bereits auf dem zu langen Vorgänger 'Hurry Up, We're Dreaming' gehörig aus den Fugen geraten, allerdings schießen M83 erst jetzt richtig mutwillig über das Ziel hinaus: Anthony Gonzalez zelebriert auf 'Junk' retrofoturistischen französischen Disco-Pop erst dermaßen cheesy, dass der schlechte Geschmack zum Stilmittel erhoben ist - und vertändelt sich dann doch noch in der betörenden Langeweile.
Das Zwillingspaar Giovanna und Mario fabriziert unter dem Namen Mynth Synthie-geschwängerte Popsongs, mit ihrem neuen Album Plaat II sind sie heute [23. April] Abend im Orpheum Graz zu Gast.
We Are Scientists bleiben nach dem nett-egalen Comeback 'TV en Français' das wohl sympathischste Relikt aus der zweiten Reihe des 2005er-Indierocks. Noch besser: Keith Murray und Chris Cain müssen sich anhand von 'Helter Seltzer' nur noch bedingt die Frage gefallen lassen, ob charmante Kurzweiligkeit den Fakt aufwiegen kann, dass die letzten wirklich erinnerungswürdigen Songs ihrer Band bereits über ein Jahrzehnt zurückliegen.




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![Steven Wilson [24.04.2016: Orpheum, Graz] Steven Wilson [24.04.2016: Orpheum, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2016/04/Steven-Wilson-Live-3-e1461746214658.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)



