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Schwer zu sagen, ob die Songs vom aktuellen Studioalbum 'Out' auf der Bühne tatsächlich noch einmal soviel stärker zünden als auf Platte, oder ob die Konzerte der Nerven einfach immer besser werden. So oder so gilt jedenfalls: auf dem Livesektor kann dem Stuttgarter Trio momentan einfach kaum jemand das Wasser reichen.
Eigentlich kaum zu glauben, aber: War das selbstbetitelte, 2013 unmittelbar auf die Siegertreppe unserer Jahrescharts vorpreschende Debütalbum der designierten Supergroup Vhöl womöglich nur eine erste Aufwärmrunde für John Cobbett (Hammers Of Misfortune), Aesop Dekker (Agalloch), Sigrid Sheie (Hammers Of Misfortune) und YOB-Mastermind Mike Scheidt? Zumindest legt die neuerliche Steigerung 'Deeper than Sky' dies vehement nahe.
Im Deerhunter-Kosmos ist die Sache letztlich freilich ein wenig komplizierter, aber: Wenn 'Monomania' ihr aus der Garage polterende Rockalbum war, ist 'Fading Frontier' nun das umarmende Pop-Feuerwerk der Band.
Dezente Abnutzungserscheinungen am perfektionierten Modus Operandi schimmern zwar langsam durch die Lederjacke, spätestens wenn Marco Michael Wanda über das Publikum läuft ist dies aber für den Moment noch relativ egal: die Unterhaltungsmaschine Wanda liefert bis auf Weiteres reibungslos ab.
'Lightless Walk' schließt den über die beiden EPs 'Nothing for Us Here' und 'Useless Animal' vorangetriebenen Entwicklungsprozess von Cult Leader vorerst ab: Auf ihrem Debütalbum führt die Konkursmasse von Gaza eindrucksvoll und endgültig vor, warum sie sich seit jeher "We once were another band, and now we're a better one" auf ihr Banner geschrieben hat.
Wo der irische Produzent der Band aus Los Angeles auf dem Vorgänger 'Neck of the Woods' noch einen Weg aus der vermeintlichen Stil-Sackgasse zeigen konnte, führt er sie auf 'Better Nature' erst recht in eine solche. Man kann es letztlich drehen und wenden, wie man will: Jacknife Lee ist einfach nicht der richtige Mann für den Alternative Rock der Silversun Pickups.
Die Interims-EP 'Ho Un Gatto (Si Chiama Vendetta)' vereint 3 Songs, die konzeptionell nicht auf das selbstbetitelte Debütalbum der österreichischen Indie-Lieblinge Polkov passen wollten. Was dann aber eben so gar nichts über die Qualität dieser Nachzügler aussagt.
"I'm a liar, I sing, I make music/.../This song is proof that I'm trying" gestand Majical Cloudz-Kopf Devon Welsh auf der brillanten - hier klar unter Wert verkauften - 2013er-Selbstfindung 'Impersonator'. Zwei Jahre später ist der Versuch längst zur Formvollendung geworden und die Makellosigkeit in das Songwriting des Duos aus Montreal geschlichen.
Die Dinge entwickeln sich langsam bei Everybody Row - doch sie entwickeln sich: knapp ein Jahr nach 'The Sea Inside' gibt es zwei neue Songs des kalifornischen Punkrock-Quartetts, die die bisherige Erfolgsformel der Band weiter destillieren.
Victoria Legrand und Alex Scally haben es satt, dass sich ihre Studioalben in der Vergangenheit stets mit Leaks herumschlagen mussten, die die offiziellen Erscheinungsdaten großzügig unterliefen. 'Thank Your Lucky Stars' kommt deswegen nicht einmal zwei Monate nach der Vorgängerplatte ohne große Vorlaufzeit - nur neun Tage vor dem Release angekündigt - praktisch aus dem Nichts daher.

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