Suche nach: the men
Everything Everything bringen die PS ihres kunstvoll gewobenen Technik- Synthierock im zweiten Anlauf noch direkter - und trotz allem: sogar unprätentiöser! - auf den Boden, als dies vor zwei Jahren bereits auf 'Man Alive' gelungen war.
Jede Wette: Mariusz Duda bestellt sich alle Veröffentlichungen aus dem Haus von Steven Wilson blind, findet die Entwicklung von Opeth so fantastisch, dass er die mit Riverside am liebsten nachvollziehen würde und hat 'Storm Corrosion' mit den selben Freudentränen auf dem Plattenspieler rotieren sehen wie das endlich erschienene Dokument der einstweiligen Led Zeppelin-Reunion.
Die Luft an der Grindcore-Spitze ist dünn - Rotten Sound wüten dort mit der knappen Fingerübung 'Species at War' aber auch im 20. Bandjahr mit einer beispiellos unangestrengten Selbstverständlichkeit.
Paradox: Weil die aufgestockte Duo-Partnerschaft mit Chet "JR" White bei Girls niemals zu einer voll funktionsfähigen Band heranwachsen wollte, zog Christopher Owens letztes Jahr lieber gleich den Stecker - und versucht sich nun in der Selbstständigkeit.
Bad Religion haben einen Lauf - oder zumindest seit der Gurewitz-Heimkehr 2002 auf 'The Process of Belief' kein schwaches Album mehr aufgenommen. Trotz Werken wie 'The Empire Strikes First' oder 'The Dissent of Man' im Rückspiegel des zweiten Bandfrühlings kommt jedoch kein Druck auf - 'True North' gliedert sich ohne Mühen in die souveräne Veröffentlichungsreihe der Band ein.
“Die fetten Jahre sind vorbei!” Oder haben sie für die Dropkick Murphys gerade erst begonnen? Auf seinem achten Longplayer zelebriert das Septett über den Großteil der Laufzeit in erster Linie bierselige Gemütlichkeit und hat der Streetpunk-Kante von damals wohl endgültig entsagt.
2013 hat sein erstes Relapse-Release – trotz glimpflich verlaufenem 21.12. des vergangenen Jahres proklamieret die französische Grindcore-Institution Blockheads 'This World is Dead', und erweckt damit Erinnerungen an altgediente wie moderne Genreikonen.
Conor O'Brien schwimmt sich mit dem zweiten Album seiner Solo-Band Villagers von Erwartungshaltungen seitens der Folk-Ecke frei und scheitert mit weitestgehend grandiosen Einzelsongs in aller Schönheit daran, ein restlos überzeugendes Gesamtwerk vorzulegen.
Biffy Clyro produzieren immer noch deutlich mehr Songs, als ihre Alben beherbergen können. Daran ändert offenbar auch der bald folgende Doppelschlag aus 'The Sand at the Core of Our Bones' und 'The Land at the End of Our Toes' unter dem 'Opposites'-Banner nichts.
'Jake Bugg' ist ein Paradebeispiel dafür, dass nicht jeder Hype von der Insel derart gehaltvoll sein muss, wie er es verspricht - dabei jedoch trotzdem so richtig gut unterhalten kann. Aber nebenbei führt dieses mächtig einschlagende Debütalbum zwischen Bluesrock, Folk, Country und klassischer Singer-Songwriter-Pop-Affinität auch vor Augen, dass viele Probleme der Plattenindustrie auf stupideste Art und Weise hausgemacht sind.










