Thom Yorke – Live From Electric Lady Studios
Wer die in limitierter Vinylauflage Ende 2024 veröffentlichte EP Live From Electric Lady Studios physisch im Plattenregal stehen haben möchte, muss tief in die Tasche greifen.
Weil der am 19. November 2018 aufgenommenen Mitschnitt in hiesigen Breitengraden ohnedies nur schwer zugänglich war („First available at the Sydney and Melbourne pop-up store to coincide with Thom Yorke’s Everything Tour. It was also available at the Australian and Japanese shows as part of the tour. Limited run of apparently only 700 copies pressed.“), ist es natürlich eine Freude, dass der 57 jährige Yorke Mitleid mit Sammlern sowie auch der finanziell nicht ganz so kaufkräftigen Masse seiner Fans hat, und Live From Electric Lady Studios nun auch auf allen gängigen Streaming Plattformen digital allgemein zugänglich macht.
Der Großteil der fünfzehnminütigen Session bestimmen Songs von Suspiria. Open Again eröffnet als gezupfte Acoustic-Gitarren-Darbietung vor psychedelischen Soundschleifen ein wenig aus dem Rahmen, weil Yorke danach an die Tasteninstrumente wechselt. Suspirium schwelgt bezaubernd sehnsüchtig und die tröstende Melancholie von Unmade ist fragil und behutsam, auch wenn der texturiert arrangierte Chor der Studioversion fehlt.
Das Highlight von Live From Electric Lady Studios ist dennoch Bloom, indem Yorke auf Basis des plätschernd-oszillierenden Original-Loops eine Klavierballade im getragenen Tempo ohne den stolpernden Beat der Radiohead-Originals zaubert. Näher ran an die potentiellen Magie kommt keine andere Interpretation der Nummer.


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