Oliver
Der Kosmos des Doom ist für Messa nicht mehr groß genug: Mit dem identitätserweiternden Close wachsen die Italiener über sich selbst hinaus, scheitern dabei aber auch ein bisschen an ihren assimilierenden Ambitionen.
Steile These: Der unerwartete Ausstieg von Frontmann Isaac Wood kurz vor dem Release von Ants From Up There könnte es seinen (nunmehr ehemaligen) Weggefährten von Black Country, New Road ermöglichen, eine im breiten Konsens platzierte, wirklich herausragende chamberpoppige Indierock-Band zu werden.
Singer-Songwriter, Alt-Country, Americana und Heartland Rock im Überfluss: Der 26 jährige Zach Bryan geht auf dem Schwingen einer devoten Fanbase und dem erschlagenden Gewicht von American Heartbreak derzeit durch die Decke, wie kaum jemand sonst.
Ganz Österreich pilgert zum diesjährigen Nova Rock Festival. Ganz Österreich? Nein! Ein unbeugsamer Genre-Hybrid namens Elder leistet schließlich triumphalen Widerstand und füllt das Orpheum Extra.
Drei Jahre dem sich rückwirkend deutlich als Joseph Hubers Magnum Opus entwickelt habenden Moondog verschiebt der Multiinstrumentalist auf The Downtowner seine Ziele - mit ambivalentem Ausgang.
Nach sechs Jahren hat Jayn Maiven mit The Buried Storm ihrem Debütalbum Realms einen Nachfolger geboren. Der zeigt Darkher - seinem Titel entsprechend - von einer vermeintlich weniger heavy wirkenden Seite.
Die veritable Allstar Gang RLYR - Steven Hess (Locrian, Cleared), Colin DeKuiper (Bloodiest) und Trevor Shelley de Brauw (Pelican, Chord) - braucht auf ihrem dritten, diesmal selbstbetitelten Studioalbum lange, um eine erfüllende Balance zu finden.
Als Nachfolger der 2018er-Monumentalität The Incubus of Karma hat die lebende Doom-Legende Mournful Congregation eine zweiteilige EP-Reihe auserkoren. The Exuviae of Gods - Part I bietet dabei neben zwei neuen Songs auch eine Neuaufnahme von Material aus dem Jahr 1995.
Die Postrock-Institution Mono weicht von ihren gängigen Gepflogenheiten ab, um für My Story, The Buraku Story einen zwanglos ambienten Score zu erschaffen, der das Spektrum der Japaner weitestgehend auf den atmosphärischen Einsatz von Piano, Streichern, Synthies und einigen wenigen lautmalenden Vocal Loops reduziert.
Malevolence haben (seit auch bald gut einem Jahrzehnt) nicht nur dank des besten Merch der Welt die Herzen der Szene erobert, sondern mit dem Drittwerk Malicious Intent auch endlich die ganz große Metal/ Hardcore-Auslage verdient.




![Elder, Triptonus [08.06.2022: Orpheum Extra, Graz] Elder, Triptonus [08.06.2022: Orpheum Extra, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2022/06/IMG_2578.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)





