Die Alben des Jahres 2018: 30 bis 21

von am 4. Januar 2019 in Jahrescharts 2018

Die Alben des Jahres 2018: 30 bis 21

218 Songs | HM | Kurzformate  | 50 – 41 | 40 – 31 | 30 – 21 | 20 – 11 | 10 – 01  |

KEN mode - Loved30. KEN mode – Loved

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MKM Management Services (MKM) provides high-quality business management, finance, accounting & income tax, business plan, and grant writing services focusing on full time artist/entertainment/music companies.“ Auch wenn „Shane Matthewson, CPA, CA, and Jesse Matthewson, B.Comm (hons)“ auf dem dazugehörigen, superseriösen Foto kaum wieder zuerkennen ist: Das Brüderduo hinter der KEN mode hat mit MKM einen Finanzdienstleister gegründet, der es sich zum Ziel gesetzt hat „to help other bands, artists, entertainers, management, labels and small businesses save/make more money„.
Was in Hinblick auf die misanthropisch folternde Gewalt der Noiserockband der Brüder auf den ersten Blick geradezu absurd erscheinen mag, ergibt nicht nur mit Blick auf die Familiengeschichte der beiden Sinn, sondern auch im direkten Kontext von Loved: „There’s a certain amount of pressure on everyone who ends up transitioning into having their art being something they depend on for money and after a while it stops being fun. That’s kind of where we landed at the end of 2015 after touring for two months straight for the Success record; we just weren’t having fun anymore.“ Eben diesen Spaß haben die Matthewson Brüder erst durch ein konventionelles zweites finanzielles Standbein abseits des Touralltags wiedergefunden, was auch erklärt, weswegen das siebte Studioalbum der Kanadier so roh, böse und nihilistisch klingen kann, absolut kompromisslos sein Ding durchzieht. Waren KEN mode so vor drei Jahren noch die vielleicht die einzige Band der Welt, die unter der Ägide von Steve Albini weniger wie sie selbst klangen, indem sie sich bemühten bekömmlicher zu agieren, ist dieses Kapitel in der bald zwei Dekaden dauernden Karriere nun mutmaßlich unwiederbringlich beendet: Loved kann sich wieder auf die wesentlichen Dinge konzentrieren, ist KEN Mode pur ohne Rücksicht auf Verluste – und phasenweise hirnwütig genial provozierenden Saxofonparts.

Frontierer - Unloved29. Frontierer – Unloved

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Gerade mit derart nahe beieinander liegenden Releasedaten sind Grenzen zwischen den Projekten hinter Unloved und Annihilated phasenweise schwer zu erkennen. Selbst für Mastermind Ped Valiani ist es ein wenig umständlich, exakt zu bestimmen, wo die Senkrechtstarter Frontierer enden und seine andere, im Grunde schon deutlich länger existierende, aber erst unlängst reanimierte Band Sectioned, nun beginnen: „Hard to explain but it depends on the feel required and the tools involved in making it. It’s no secret that the whammy pedal is behind a lot of the sounds on Frontierer’s work.
Die Arbeitsweise, den DIY-Ethos im kompromisslosen (via Bandcamp auch explizit unentgeldlich angeboteten digitalen) Selbstvertrieb, die horrenden Drittanbieter-Preise für physische Pressungen, aber vor allem das bestechend nahbare Auftreten teilen sich die beiden Valiani-Spielwiesen schließlich ebenso ansatzlos, wie mittlerweile auch ein Gros der Personalien: Wo jedoch bei Sectioned der optisch kaum mit seinem amerikanischen Pendant zu verwechselnde Rotweiler Jamie Christ vollkörpertätowiert vor der nunmehr in beiden Bands spielenden Hintermannschaft um Owen Hughes, Dan Stevenson und Calum Craig in unschöner Aggressivität austickt, lässt bei Frontierers der bestialisch keifende Beau Chad Kapper die Muskeln spielen – kein Wunder, dass da selbst der harte Kern der The Dillinger Escape Plan-Anhängerschaft in Wallungen gerät.
Mit ein wenig Abstand schärfen sich zudem langsam die Fronten von Frontierer und Sectioned, auch abseits dieser minimalen Änderungen im Line-Up, lassen sich irgendwann doch nachhallende Charakteristiken aus all den Gemeinsamkeiten herausdifferenzieren. Während Sectioned sich etwa nicht nur ästhetisch näher am dreckigen Hardcore positionieren, lebt das transatlantische Zusammenspiel von Frontierers

Vennart - To Cure a Blizzard Upon a Plastic Sea28. Vennart – To Cure a Blizzard Upon a Plastic Sea

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Es spricht für die Qualität von To Cure a Blizzard Upon a Plastic Sea, dass exakt fünfzehn Jahre nach der Geburt von Efflorescence, dem bis heute bedingungslos faszinierenden Debüt der unsterblichen Oceansize, keineswegs das eineinhalb Dekaden feiernde Jubiläum der Manchester-Progger im Vordergrund steht. Und das, obwohl sich mit Steve Durose und British Theatre-Kompagnon Gambler drei Fünftel der Band ja mittlerweile unter der Ägide von Mike Vennart wieder zusammengefunden haben.
Aber so eklektisch To Cure a Blizzard Upon a Plastic Sea auch ausgefallen sein mag – sich gerade bei Vennarts ewigen Helden, den Cardiacs tief verneigend bedient – ist das Zweitwerk des hauptberuflichen Biffy Clyro-Gitarristen kein Fall für Nostalgiker, sondern der gelungene Versuch, sich neben verinnerlichten Trademarks immer wieder aus dem Fenster zu lehnen, stilistisch neue Schwerpunkte zu finden und ungewohnt bunte Facetten in den Sound seiner Band einzufügen. Das macht To Cure a Blizzard Upon a Plastic Sea – oder seinen zeitgleich erschienenen Appendix Copeland – subjektiv nicht besser als seinen 2015er-Vorgänger The Demon Joke – nicht jede Expansion zündet gleich zielführend, während ein weihevoll erhebendes That’s Not Entertainment mit schweren Bläsern bereits jetzt die Erhabenheit einer großen Britrock-Ikone ohne jedes Ablaufdatum ausstrahlt – aber im Grunde dann doch zu einem spannenderen Album: Derart ausgelassen ambitioniert hat Vennart jedenfalls schon lange nicht mehr geklungen. Dass diesmal kein die (natürlich wieder superbe) Produktion hervorhebender Sticker auf der Platte gepappt wurde, ist selbsterklärend. Diese zehn Songs sprechen für sich – und für die Gegenwart und Zukunft von Vennart wichtiger, als jedes Jubiläum. Trotzdem: Happy Birthday, Efflorescene!

Kali Uchis - Isolation27. Kali Uchis – Isolation

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Der Sommer 2018 gehörte Isolation – aber damit (ungeachtet seines regelrecht absurden Albumtitels) natürlich nicht Kali Uchis alleine. Immerhin erhebt das lange auf sich warten lassende Debütalbum der Kolumbianisch-Amerikanischen Sängerin Synergie zur höchsten Tugend und mutiert sich keineswegs isolierend zu einem bunten Schmelztiegel, der zeigt was möglich ist, wenn man dem Pop keine stilistischen Grenzen setzt.
Dann ist der minimalistische Synth-Shuffle von In My Dreams eine so entwaffnendere Abbitte für Humaz, als Damon Albarn sie seinen Gorillaz selbst sie in Form von The Now Now nicht auf den Leib schneidern konnte; Body Language der Lounge-Modus mit Fokus, dem man Thundercat immer schon gewünscht hatte; Your Teeth in my Neck eine Steilvorlage von The Wilderness zum gnadenlosen Hit; oder Just a Stranger eine stampfende Einladung für The Internet-Gitarrist Steve Lacey, die nicht und nicht stillsitzen lässt.
I was a really difficult kid“ erzählt Karly-Marina Loaiza und kann mittlerweile offenbar schlichtweg mit jedem, egal ob Dave Sitek, Snoop Dogg, Jorja Smith, Tyler, the Creator, Bootsy Collins, Kevin Parker oder BadBadNotGood. Die prominente Gästeliste ist lange, während Kali Uchis keinen Unterschied zwischen Funk, R&B, Reggaeton, Jazz, Bossanova, Neo-Soul oder Trap-affinen Hip Hop macht. Der gemeinsame Nenner dieser vielseitigen Ohrwürmer ist stets die 24 Jährige, die eigentlich gar keine andere Meinung zulässt: Die Zukunft des Pop im weitest möglichen Sinne, sie könnte Kali Uchis gehören.

Mournful Congregation - The Incubus of Karma26. Mournful Congregation – The Incubus of Karma

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Bell Witch-Saitenmagier Dylan Desmond hat schon bis zu einem gewissen Grad Recht, wenn er attestiert: „The kings. Every year that Mournful Congregation doesn’t release an album is a shitty year.“ 2018 war insofern nicht nur ein gutes Jahr, sondern gemessen an The Incubus of Karma sogar ein verdammt hervorragendes.
Immerhin ruft das erst fünfte Studioalbum der australischen Institution seit ihrer Gründung 1993 alle patentierten Doom-Tugenden ab, das Quartett aus Adelaide hat ein zutiefst typisches Mournful Confregation-Werk in der Schönheit purer Heavyness erschaffen. Die Melodien sind oppulent und haben Raum zu atmen, drücken mit einem immensen Gewicht und verlieren sich trotz einer gewissen Vertrautheit niemals in Routine. Darin kann man sich verlieren. Notfalls auch ein neuerliches Dreiviertel-Jahrzehnt bis zum nächsten Album – obwohl Mournful Congregation bereits an dieses denken:„We have a lot of material already written, in varying stages of completion, for the next album. We have always been this way. It would not feel right to rip out an album if we did not have many years worth of writing to draw upon.
Weswegen auch man Desmond auch ein bisschen berichtigen muss: Jedes Jahr ohne Mournful Congregation-Platte wäre nur dann wirklich shitty, wenn man vom ohne Ablaufdatum funktionierenden, als Genre-Blaupause durchgehenden Backkatalog dieser Meister nicht derart zeitlos zehren könnte.

Beach House - 725. Beach House – 7

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Ihr musikalisches Vermächtnis der spärlichen, vibrierenden Synths und Ohrwurmmelodien sorgte in der Vergangenheit gerne für ausbleibende Aha-Effekte, selbst bei den abgeklärtesten Veröffentlichungen des aus Baltimore stammenden Duos. Aber mit 7, ihrem kürzesten, souveränsten und selbstbewusstesten Album, lehnen sich Beach House erstmals mit voller Wucht in die schiere Kraft ihrer Musik und kommen damit gefährlich nahe an den Status des Meisterwerks.
Ein nicht unwesentlicher Grund dafür ist wohl die erstmalige Zusammenarbeit mit Sonic Boom a.k.a. Peter Kember, dem legendären experimentellen Rockproduzenten und Gründungsmitglied von Spacemen 3. Während Beach House mit Hilfe ihres langjährigen Produzenten Chris Coady ihren definitiven Sound geschaffen haben, verpasst Kembers Input 7 eine polternde Abenteuerlust, die die letzten Alben vermissen ließen. Dive, das Kronjuwel von 7 und vielleicht eine der besten Beach House-Tracks überhaupt, ist das Paradebeispiel für diese neugefundene Verspieltheit. Angefangen mit einer Herzschlag-Kick-Drum und orgelartigen Klängen, mutet der Song erst wie eine Erholungspause von den dichteren Momenten des Albums am – bis genau bei 4:25, der Mitte der Laufzeit, eine pulsierende Bassline in den Vordergrund katapultiert wird und galoppierende Trommeln die Klangtherapie abbrechen und sie in eine transzendente Rockselbsthilfegruppe verwandeln. Wenn Beach House in der Ausführung ihrer früheren Musik Schüchternheit zeigte, haben sie diese Facette für 7 aufgegeben – ein pointiertes, präzises Album und ein nötiger Ausbruch aus der Komfortzone.

Joe Cardamone – Holy War24. Joe Cardamone – Holy War

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Glaubt man Zeitzeugen wie dem Black Rebel Motorcycle Club oder auch dem unlängst von seinem Kumpel Travis Michael Keller herausgegebenen L.A.-Punk-Zine Past Lives, grenzt es an ein Wunder, dass Joe Cardamone nach Zeiten massiven Drogenkonsums und einer grundlegend selbstzerstörerischen Ader überhaupt noch unter den Lebenden weilt.
Noch wundersamer ist jedoch, dass Cardamone nicht nur die Kurve gekriegt hat, mittlerweile längst clean und sogar verlobt ist, sondern, dass er das Material seines multimedialen Holy War zum unwahrscheinlichsten Pop-Album des Jahres bündelte. Da steht er nun also auf seiner Kanzel als radikaler Provokateur, wird flankiert von neongrell wabbernden Synthies und trappig zappelnden Hip Hop-Beats, surft durch trostlose Häuserschluchten mit massiven Vocoder-Ummantelungen und diatopischen R&B-Albträumen, wirft sich mit Lederhandschuhen und dunklen Sonnenbrillen in gleißende Projektionen. Eine Inkarnation, die nur funktionieren kann, weil Cardamone diese Verwandlung mit der ihm eigenen distanzlosen Authentizität inszeniert, sich mit einer Selbstverständlichkeit wie ein melancholischer Vampir durch einen retrofuturistuschen Zeitgeist-Soundtrack der Nacht treiben lässt. Die Rolle seines Lebens: Der unsterbliche Chronist einer unnahbaren Welt im steten Wandel.

Die Nerven - Fake23. Die Nerven – Fake

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Vor annähernd drei Jahren hieß es am Ende der Review zum Titeltraditionen-brechenden Out, dem Album nach dem Album für Die Nerven (also: Fun von 2014) unschlüssig: „Ist Out eines dieser Alben, anhand derer man Künstler attestiert, erwachsen geworden zu sein? Oder verpuppen sich Die Nerven hier eventuell sogar für ein kommendes Meisterstück?“
Spätestens mit etwas Abstand ist mittlerweile klar, das beides zugetroffen hat. Gerade die vielversprechende Aussicht, dass Die Nerven mit ihrem gefühlten Drittwerk 2015 die Weichen für eine noch triumphalere Zukunft stellten, wurde eingelöst: Fake ist das bis dato definitiv vielschichtigste, variabelste, neugierigste, selbstbewussteste und trotzdem in sich geschlossenste Album-Album einer Band, die bisher noch nie enttäuschte – auch nicht durch die gewisse Vorhersehbarkeit, eben wie erwartet immer besser zu werden.
Mit dem Momentum auf seiner Seite lauerte giftiger Noiserock 2018 jedenfalls selten mitreißender als es dieses kantige, eigenwillige Monstrum gleich über seinen imposanten Einstieg mit dem gefährlich anpirschenden Neue Wellen, dem superschmissigen Melancholie-Hit Niemals oder dem kraftvoll schnaufenden Frei aufzeigt – und sich danach dem MO folgend eigentlich nur immer weiter steigert. Einigen wir uns bis zur nächsten besten Platte des Trios also vielleicht einfach darauf: Ja, Die Nerven bleiben die prolongierte Zukunft der Rockmusik aus Deutschland, bedienten aber im vergangenen Jahr auch die Gegenwart besser als die Konkurrenz.

Grouper - Grid Of Points22. Grouper – Grid of Points

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Kurz und doch komplett: In gerade einmal 22 Minuten entführt Liz Harris alias Grouper von Portugal nach Wyoming, wo sie sich zwar von der Grippe, anscheinend aber nicht von Kanye Wests lärmender Aura hat anstecken lassen. Grid of Points ist leise, selbst für Grouper-Standards. Alles wird klaustrophobisch zurückgehalten, und die mikroskopisch eingestreute Instrumentalisierung sorgt für denselben hypnotischen Sog wie auch die Field-Recording Überreste z.B. in Coal Train und das ständige atmosphärische Knistern, das diese sieben Stücke beisammenhält. Sie arbeiten wie gehabt unterschwellig und jeder einzelne Track schleicht sich nach jedem Durchgang in das Unterbewusstsein. Beinahe unbemerkbar beginnt Thanksgiving Song nach zwei Minuten leiser zu werden, ein unglaublich befriedigendes Ende für einen Höhepunkt einer an stillen Highlights nicht armen Platte.
Das ist vielleicht die Magie von Grouper: Es ist sinnlos, genau herausfinden zu wollen, wie Harris mit so abstrakten Werkzeugen Emotionen evoziert und ihre Musik voller macht, als es auf den ersten Blick möglich erscheinen mag. Grid of Points ist ein scheinbar unfertiger Haufen loser Enden, der als Ganzes betrachtet irgendwie vollständig erscheint. Ein weiterer Beweis für Harris‘ dunkle Kunst, mit der sie sich auch nach elf Alben noch allein auf weiter Flur findet.

Palm - To Live Is To Die, To Die Is To Live21. Palm – To Live is to Die, To Die is to Live

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Vor knapp einem Jahr ließ Jon Chang die Bombe platzen: Für seinen alten Discordance Axis-Kumpel Rob Marton würde er aus seiner nach dem Gridlink-Finale Longhena (2014) selbsgewählten Rente zurückkehren, um mit No One Knows What The Dead Think der Welt neuen Grind zu schenken.
Was das alles mit To Live is to Die, To Die is to Live zu tun hat? Einerseits, dass das ohne großes Brimborium erschienene Deittwerk von Palm überhaupt erst durch die vehemente Empfehlung der Platte seitens Asia-Experte Chang in den Fokus der Aufmerksamkeit rückte; andererseits sorgt Gridlink-Gitarrist Takafumi Matsubara für eines der ausrastenden Solos auf To Live is to Die, To Die is to Live. Das andere besorgt Taylor Young, seines Zeichens zuständiger Mixmeister der Platte und geistesverwandter Unruhestifter bei Twitching Tongues und der ultimativen Abrissbirne Nails. Referenzen, zwischen denen sich der so roh wie ungestüm und konzentriert seine Wut artikulierende Aggressor To Live is to Die, To Die is to Live merklich wohl fühlt. Und genug nachhaltigen Eindruck schindet, um sicherzugehen dass man diese japanische Urgewalt nicht mehr so leicht vom Radar verschwunden wird, auch wenn die Schlagdistanz zwischen zwei Palm-Veröffentlichungen immer länger wird.

218 Songs | HM | Kurzformate  | 50 – 41 | 40 – 31 | 30 – 21 | 20 – 11 | 10 – 01  |

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