Album
Runder, massentauglicher, poppiger: Fontaines D.C. erfinden sich nach drei Alben im Post Punk mit Romance zwischen 90er Nostalgie und dem zeitlosen Existentialismus des Britrock ein gutes Stück weit neu.
Dimitri Giannopoulos führt seine Band erstmals nüchtern ins Studio, um nach dem intimen Zwischenspiel Heartbreak Rules mit Disaster Trick die gegensätzlichen Pole im Herzen von Horse Jumper of Love expliziter herauszuarbeiten. Das gelingt zumindest im Ansatz.
Pijn versprechen mit From Low Beams Of Hope „the band’s most abstract work“, meinen damit aber vergleichsweise konventionellen „cathartic, heavy post-rock from Manchester, UK.“. Was das Zweitwerk durchaus adelt.
Eine euphorisierendes Comeback und eine wirklich einfache Rechnung: Auf gerade einmal 24 Minuten (respektive neun Songs) destilliert, ergibt 3+5 satte elf Jahre nach Fetch ein nahezu perfektes Melt-Banana-Album.
Dem 57 jährigen Klangbastler Rafael Toral gelingt mit dem so ideal betitelten Spectral Evolution exakt drei Dekaden nach seinem Debüt Sound Mind Sound Body ein neues, weiteres Referenzwerk.
Katalysator Chris Cresswell kitzelt nur zwei Jahre nach Feel the Void das zehnte Studioalbum aus Hot Water Music heraus. Vows bestätigt dabei die überzeugende Form im dritten Band-Frühling - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Ein Birthday als Neustart: Die Blues Pills lassen ihren souligen Retro Bluesrock von Star-Produzent Freddy Alexander ins moderne Formatradio dort zwischen The Hives und The Gossip hieven, wo Adele den Markt nicht abdeckt.
Ein Chaos Angel gibt sich ganz pflegeleicht: Auf ihrem dritten Album seit 2020 schmiegt sich Hollywood-Tochter Maya Hawk mit Samtpfoten in die leisetretenden Singer-Songwriter-Indiefolk-
Nothing to Write Home About? Ex-Destroyer Destroyer-Gitarrist Michael Carroll dreht sich mit Brüllwürfel Brian Cole als kreativen Partner bei Hereisaropegoodluck keinen Strick zu und straft den Albumtitel mit einem ziemlich furiosen Debüt Lügen, das den Grindcore mit einer hintergründigen Math-Attitüde trainiert.
Selten hat eine Symbiose aus Death Industrial, Dark Ambient und Harsh Noise ein imaginativ derart konkret formuliertes Drehbuch für das innere Auge zu bieten, wie Uboa es sich für Impossible Light abgerungen hat.










