Album
The World Is Still Here and So Are We stellt die Gretchenfrage: Wie Viel ist ein sehr gutes Future of the Christian Fitness-Album wert, wenn es unter dem Banner von Mclusky laufen muss? Mit einem halben Jahr Abstand lautet die überraschend befriedigende Antwort: relativ/ ziemlich viel!
Das dritte Album der Band aus Köln weckt alleine schon titeltechnisch verdammt gute Doom-Assoziationen. Vor allem aber macht Sub Rosa auch abseits etwaiger Assoziationen ziemlich viel richtig.
Reifer gewordene Viagra Boys feuern ihr Dance-Post-Punk-Revival auch mit dem quasi-selbstbetitelten Viertwerk Viagr Aboys als eine der zuverlässigsten - besten! witzigsten! interessantesten! - Vertreter ihrer Sparte durch.
Die ewig unterschätzten Eklektiker von The Horrors machen auch auf ihrem ersten Album seit acht Jahren keinen Hehl aus den Bands, die ihnen gerade als Blaupause dienen dürfen. Für Night Life wäre das unter anderem auch… Marilyn Manson?
Pain to Power, das lange hinausgezögerte Debütalbum von Maruja, ist nicht das erhoffte Meisterwerk geworden. Aber als verlängerter Arm der vorausgeschickten EPs sind die aufgefahrenen 51 Minuten definitiv alles und sogar noch mehr, als Knocknarea (2023), Connla'
Patrick Shiroishi hat sich als gefragter Kooperationspartner insgeheim längst als eine Art Geheimwaffe etabliert, wenn die amerikanische Avantgarde-Szene ihrer Musik experimentelle Jazz-Schraffuren beibringen möchte. Auf Forgetting Is Violent revanchieren sich nun einige dabei gewonnene Freunde.
Aus der Ente ist ein Schwan geworden - ein Bild, das in mancher Hinsicht auch auf die kompletter ausformulierte Musik von 2000: In Search of the Endless Sky im direkten Vergleich zu We're Not Here to Be Loved zutrifft. Und in vielerlei Hinsicht leider nicht.
Shura kommt nach (dem mit der Zeit doch verblassten seienden und hier insofern zumindest einen halben Punkt zu wohlwollend bewerteten) Forevher mit I Got Too Sad for My Friends ganz unaufgeregt in einem reiferen Stadium Ihrer Karriere an.
Darüber zu mutmaßen, ob die „interpersonal reasons“, die zum Ausstieg von Bassist Max Oleartchik führten, auch politischer Natur gewesen sein könnten, ist letztlich müßig. Fest steht nämlich, dass Double Infinity vor allem eine stilistische Zäsur für Big Thief darstellt.
Ein brachialer Reality Check mit düsteren Ausschten und guten Nachrichten: Auch mit ein paar neuen Faktoren in der bewährten Formel verschieben sich die Grenzen des Conan‘schen Hohheitsgebietes durch Violence Dimension kaum.










