EP
Dave Longstreth lüftet den zuletzt etwas abgestandenen Kosmos von Dirty Projectors auf der vier zurückgenommene Indie-Folk-Songs umfassenden Windows Open -Ep erfreulich unbekümmert durch.
Hollywood-Schauspieler Jeremy Renner verspricht zu Zeiten der Corona-Pandemie The Medicine verschreiben zu können - macht die aktuelle Lage der (popkulturellen) Welt mit seinem austauschbaren Stangenware-Rock aber nicht unbedingt besser.
King Buffalo machen auf ihrer vierten EP Dead Star nicht alles richtig, stellen aber die Weichen, um dem vier Jahre alten Debütalbums Orion potentiell einen wahren Triumphzug nachlegen zu können.
Wenn Black Metal sich so chaotisch am Hardcore reibt, dass er sich die DNA praktisch mit dem Math teilt: Serpent Column destillieren ihr Amalgam auf Endless Detainment mit verschobenem Schwerpunkt.
Ihr anstehende Tour mit Bad Religion müssen Alkaline Trio zwar Corona-bedingt verschieben, ein drei Songs langes Kurzformat soll deswegen aber nicht warten: Die pragmatisch betitelte E.P. macht (beinahe) dort weiter, wo Is This Thing Cursed? vor zwei Jahren eine grandiose Rückkehr zur alten Form bedeutete.
Dass Gouge Away ihrem Portfolio einen Pixies-Coversong hinzufügen, ist bei diesem Bandnamen eigentlich lange überfällig. Schade nur, dass Wave of Mutilation insofern doch eine mittelschwere Enttäuschung geworden ist. Wichtiger ist aber vielleicht ohnedies, dass mit Consider ein hauseigenes Original deutlich eher überzeugt.
Nach drei vielversprechenden, aber die spürbar vorhandenen PS auch frustrierend nicht restlos auf den bekommenden Studioalben (rund um das starke An Antidote for the Glass Pill) rufen Lychgate ihr Potential auf der EP Also Sprach Futura im Gesamten am bisher befriedigendsten ab.
Keine Erektionsprobleme bei den schwedischen Asseln der Viagra Boys: Common Sense verschreibt im EP-Format abermals einen dringlichen Schub aus hedonistischem Dancepunk, agiert aber mit einer introspektiver gesetzten Gangart.
Mit neuem Personalkader sorgt Sundown durchaus für allgemeinen Erkenntniszuwachs im Hause Crush: Etwa, dass das Quintett aus Graz mittlerweile selbst dann umwerfende Popsongs schreibt, wenn sich diese ein paar Schönheitsfehler gönnen.
Hayley Williams tritt 2020 etappenweise aus dem Scheinwerferlicht von Paramore und überrascht mittels des Albumteasers Petals for Armor I durchaus mit ihren Ambitionen.










