Reviews
Adam Granduciel visiert bereits vage das fünfte Studioalbum von The War on Drugs an, schiebt vorerst allerdings noch ein aus verschiedenen Quellen zusammengetragenes, im besten Sinne überraschungsresistentes Tourdokument ein: Live Drugs.
Für alle, denen das öde War Music zu aufregend und aggressiv war, drosseln Refused ihren Hardcore auf der Interim-EP The Malignant Fire im einen Schatten vorauswerfenden Windschatten der Rolle als Samurai noch eine Spur handzahmer.
Clutch versammeln die seit Mitte 2019 veröffentlichten digitalen Singles der Weathermaker Vault Serie nun auch als Album geballt. So funktionieren die knackigen Southern Rocker sogar noch besser.
Phoebe Bridgers verlagert auf Copycat Killer mit Arrangeur Rob Moose (Sufjan Stevens, The National, Bon Iver, Vampire Weekend, Jay-Z) vier Songs ihres zweiten Studioalbums Punisher in ein orchestrales Ambiente.
Heavy Metal im Vikingerkostüm und Motörhead-Design: Erlend Hjelvik klärt auf seinem Solodebüt Welcome to Hel durchaus, wo sich seine Interessen mit jenen von Kvelertak und Djevel auseinander dividiert haben.
Die Tour mit seinen Bad Seeds musste Corona-bedingt abgesagt werden, also gibt es den Meister alleine am Fazioli-Piano: Nach dem Streaming-Event und doch noch vor dem Kinostart darf man sich Idiot Prayer: Nick Cave Alone at Alexandra Palace nun auch als schickes Livealbum ins Regal stellen.
Abstrakter textend als sonst dem Existentialismus auf der Spur, verliert Aesop Rock sich auf Spirit World Field Guide in einer selbst erdachten Fantasiewelt. Man folgt ihm dorthin gerne, selbstverständlich (und notfalls auch mit exklusiver Überlebens-Ausrüstung).
Auch wenn der (immer noch mit vielen Fragezeichen ausgestattete) Weggang (?) von Brendan Setta nicht kompensiert werden kann, finden Nothing nach Dance on the Blacktop mit The Great Dismal nicht nur mit einem etwas annehmbareren Artwork, sondern auch der besseren (Alternative Rock-affinen) Produktion zurück in die Spur.
Zwei Jahre nach der nicht wirklich schlechten, aber dann eben doch deutlich schwächsten Eels-Platte, zeigt E mit einer versierten Routiniearbeit, dass er die konstante Qualität der 10er-Dekade nicht nur in das neue Jahrzehnt konservieren konnte.
Fünf Jahre nach Inversum und zwei nach der (hierfür von der Band als Initialzündung prolongierten) EP II hat wohl vor allem die Symbiose Syntheosis für eine veritable Frischzellenkur bei den Finnen gesorgt: Dark Buddha Rising gelingt mit Mathreyata ihr stärkstes Album seit langer Zeit.










