Reviews
Der längst im Mainstream-Pop angekommene Abel Makkonen Tesfaye adressiert seine Break Up-Trauer an die Dear Melancholy, - und damit auch an eine elektronische Katharsis-Vergangenheit rund um die für The Weeknd bis auf weiteres nicht mehr greifbare Trilogy.
Pünktlich zum einjährigen Geburtstags der imposanten Rückkehr von Twin Peaks überrascht Johnny Jewel mit 21 weiteren Tracks, die neben dem regulären Soundtrack und Score trotz ihrer imaginativen Tiefenwirkung letztendlich keine Verwendung als Themes for Television fanden.
Selbst unter den wohlwollendsten Hardcore-Fans der Anhärschaften von Pete Yorn und Scarlett Johansson werden sich nur die wenigsten aktiv und häufiger an das 2009 erschienene Kollaborations-Album Break Up erinnern. Mit Apart kehren die beiden eine knappe Dekade später dennoch zum damals verarbeiteten Beziehungsdrama zurück.
Paradigmenwechsel in Australien - koste es, was es wolle: Parkway Drive wollen nicht mehr nur der größte Name im Core-Zirkus sein und spielen auf Reverence deswegen konsenstauglich aufgeblasenen Metal für die Stadien der Welt.
Anstatt sich abermals vom Sog ihrer Musik treiben zu lassen, nimmt das Allstar-Trio RLYR das Zepter diesmal bewusster in die Hand und lenkt seinen Instrumental-Postrock mit Actual Existence in fokussiertere Bahnen - strauchelt dadurch jedoch einmal mehr nicht aufgrund der Erwartungshaltung.
Das Nachjustieren einiger kleinerer und größerer Schrauben im vertrauten Gesamtgefüge genügt, um dringend nötige neue Spannungen zu erzeugen und damit sogar ein Stück weit aus der sich selbst verwaltenden Komfortzone aufzubrechen: Beach House revitalisieren mit 7 ihren Kreise ziehenden Dreampop-Trademarksound.
Knappe sechs Jahre sind bereits vergangen, seit Karly-Marina Loaiza mit ihrem ersten Mixtape Drunken Babble Interesse weckte. Seit damals war Kali Uchis vor allem damit beschäftigt, Kontakte zu knüpfen und ihre Vielseitigkeit zu forcieren. Darauf baut - das kaum paradoxer betitelt sein könnende - Isolation nun ziemlich beeindruckend auf.
Mit Immunity hat Jon Hopkins 2013 ein Konsenswerk der modernen Elektronik im Spannungsfeld aus IDM und Ambientklängen aufgenommen. Kann man es dem Engländer insofern verübeln, dass er fünf Jahre später mit Singularity nun in erster Linie eine weitestgehend ansatzlose Wiederholungstat aufgenommen hat?
Progressiver Black Metal mit atmosphärischem Rundumblick: Die Bay Area-Vorreiterinnen Laurie Sue Shanaman und Christy Cather steigen über The Unraveling mit erhebender Brutalität wie der Phoenix aus der Asche ihrer ehemaligen Band Ludicra.
Auch, wenn das umtriebige schottische Quintett zuletzt primär mit anderen Projekten beschäftigt war, darf man die verstrichene Zeit seit der SHDDRSCTND-Split (2014) sowie dem Kurzspieler-Doppel Outlier (2013) und Monotonne (2012) angesichts von Annihilated nun durchaus als gemeine Ruhe vor dem Sturm interpretierten.










