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Die trotzige Energie des tollen 2016er-Vorgängers Bronze ist zwar leider passé, die wiedergefundene Zuverlässigkeit im Auftreten haben sich Crippled Black Phoenix jedoch weitestgehend bewahrt. Einzig wieviel Zeit Great Escape verschwendet, kann verdammt ernüchternd sein.
Joyce Manor führen ihre Entwicklung in poppigere Mainstreamgefilde zwar unbeirrt fort, könnten mit Million Dollars to Kill Me trotzdem wieder einige Fans zurückgewinnen, denen Cody vor zwei Jahren bereits zu gesetzt und handzahm war. Insofern gilt: Think I'm Still in Love With You - aber mittlerweile eben mit kleinen Einschränkungen.
Selbst nur eine überschaubare Anzahl der Hardcorefans wird darauf gewartet haben, dass die designierten Berufskiffer von Cypress Hill nach acht Jahren Auszeit eine psychedelische Odyssee unternehmen, deren Finale eine Interpretation von Stairway to Heaven darstellt. Stellvertretend für Elephants on Acid in Gesamten gilt aber: Das geht überraschend okay.
Knapp ein Jahr nach dem (zweiten) selbstbetitelten Debütalbum von Cigarettes After Sex legt Greg Gonzalez zwei übrig gebliebene Songs aus den selben Sessions nach, die sich keinen Milimeter aus der bisherigen Komfortzone aus weichgespültem Dreampop und zutiefst softem Slowcore entfernen.
Das Zurückgreifen auf ein umfassendes Konzept als Grundlage für ihr achte Studioalbum mag nicht alle Probleme lösen, die sich Murder by Death über die vergangenen Jahre aufgehalst haben. Dennoch lenkt The Other Shore die Entwicklung der Band wieder zu ihren eigentlichen Stärken - und die Qualitätskurve damit in die richtige Richtung.
Modern Life is War setzen ihre Tribulation Worksongs-Reihe fort. Wie schon beim eröffnenden Start auf dem Vorgänger aus dem Juni liefert die Melodic Hardcore-Institution dabei ein Wechselspiel aus vitalem Standard und basisfremderen Experiment pro Plattenseite - diesmal aber mit verschobenen Sieger.
Ohne sich dezidiert aus vertrauten Hoheitsgebieten zu entfernen, ist Palms beinahe das frische und ambitionierte Werk geworden, dass man sich von Thrice eigentlich bereits vor zwei Jahren anstelle des symptomatisch betitelten To Be Everywhere is To Be Nowhere gewünscht hätte.
Joy as an Act of Resistance bedeutet Post-Punkrock in Anti-Anti-Alles, dafür ordentlich mitreißend-ausgelassener Aufbruchstimmung: Idles haben mit ihrem Zweitwerk ausdrücklich ihren Spaß daran, sich verletzlich zu zeigen, auf die Barrikaden zu steigen und sich mit trinkfesten Hymnen dezidiert auf der richtigen Seite der Fronten zu positionieren.
Jason Pierce alias J. Spaceman hat knapp sechs Jahre nach Sweet Heart, Sweet Light endlich wieder ein neues Spiritualized-Album fertigbekommen, dabei aber für And Nothing Hurt - dem Titel irgendwie zu konsequent Folge leistend - zu viele Sedativa in den psychedelischen Stimulanzien erwischt.
Die gute Nachricht vorweg: Das feine und auch unausgegorene Potpourri Egypt Station ist im Gesamten zu praktisch keinem anderen Zeitpunkt derart hundsmiserabel ausgefallen, wie es die schockierend geschmacklose Vorabsingle Fuh You androhte.










