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Der Wizard of Meth-Optiker Gabriel Ravera mag mit dem herrlich primitiven Klischee-Artwork die erste Aufmerksamkeit generieren, doch das eigentliche Highlight bleibt die Musik der selbstbetitelten Debüt-EP (?) von Las Historias.
Der Mephistofeles-Kopf und Wizard of Meth Gabriel Ravera ist an sich eine sichere Quelle, wenn es um anachronistische Empfehlungen mit psychedelischer Retro-Schlagseite geht. Sein nach fünf Jahren reaktiviertes Nebenprojekt Mueble bietet insofern mit Live at Restricted Records die Ausnahme von dieser Regel.
Mit Can the Sub_Bass Speak? haben Algiers vergangenes Jahr eine politisch aufgeladene Freejazz-Collage veröffentlicht, die ihre ständige Aktualität aktuell nur gefühlt deutlicher vorführt, als sonst - Statements wie dieses sind und bleiben (leider) immer relevant.
Das größte Manko von Lux ist, dass In the Company of Serpents dem darauf zelebrierten Sludge-Eklektizismus trotz unverkennbarer Spaghetti Western-Handschrift nicht in letzter Konsequenz die Geniestreiche ähnlich veranlagter Genre-Klassenbester abringen und eine damit einhergehende Euphorie provozieren können.
Die Personalien sind insofern geklärt, als dass die Türen von Me and That Man mittlerweile dem Plural offenstehen - auch wenn der Titel New Man, New Songs, Same Shit, Vol. 1 dies nur zum Teil korrekt ausdrückt.
Hollywood-Schauspieler Jeremy Renner verspricht zu Zeiten der Corona-Pandemie The Medicine verschreiben zu können - macht die aktuelle Lage der (popkulturellen) Welt mit seinem austauschbaren Stangenware-Rock aber nicht unbedingt besser.
J.R. Robinson und Esther Shaw machen bei der überraschend direkten Menschwerdung des 2018er-Vorgängers The Alone Rush weiter, verpassen ihrem Weltschmerz auf We Love to Look at the Carnage aber einen überraschend tröstenden Rahmen.
Entweder am Konsens vorbei oder nach zumindest halbwegs objektiven Gesichtspunkten doch von anderen Platten überholt: Wieder haben es zahlreiche Alben nicht in die regulären Top 50 der Jahrescharts geschafft, aber grundsätzlich doch ordentlich Eindruck hinterlassen. Zumindest 15 Vertreter aus dieser undankbar abgespeisten Riege verdienen sich nichtsdestotrotz eine Erwähnung - unsere Honorable Mentions 2019.
Wirklich erwünscht gefühlt hat sich Sturgill Simpson wohl ohnedies nie in Nashville. Weswegen er ohne falsche Verbundenheiten kurzerhand zum ultimativen Outlaw-Mindfuck ansetzt und seinen Unmut über das Business in ein überbordendes Gesamtkunstwerk projiziert: Für Sound & Fury und den dazugehörigen millionenschweren Netflix-Film erfindet sich der Country-Rebell als postapokalypischer Rocker neu.
Amber Webber und Josh Wells sind 2018 bei Black Mountain ausgestiegen und machen ihre bisherige Teilzeitspielwiese Lightning Dust mit Spectre nun zum Vollzeitprojekt. Das wirft einige unangenehme Wahrheiten auf - und skizziert vorerst Großes.










