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Live is: Platoo holt den Abschluss der umjubelnden Jungstötter-Tour in den intimen Rahmen des Orpheum Spezial. Fabian Altstötter führt dabei vielleicht jene fulminante Band auf die Bühne, die Elias Bender Rønnenfelt wohl so gerne hätte.
Wenig überraschend: Die beste Substanz des zeitlich versetzt veröffentlichten (zweieiigen) Zwillingspaares Mea Culpa und Vernissage My Heart kombiniert hätte Magic Life einen grandiosen Nachfolger bescheren können. Und ganz generell ein schlüssigeres Gesamtwerk ergeben, als es nun auf zwei mehr oder minder kompakte Veröffentlichungen aufgesplittet der Fall ist.
Haben FIDLAR mit dem sprunghaften Almost Free womöglich jene Art hemmungslos über die Strenge schlagendes Over the Top-Potpourri aufgenommen, von dem auch Weezer in ihren unersättlichsten Momenten träumen sollten?
Um eine bezaubernde Single wird eine schlüssig funktionierende EP konzipiert: Die Leisetreter von The Saxophones liefern mit der Singing Desperately Suite einen stimmigen Nachsatz zum sehr feinen Debüt Songs of the Saxophones aus dem vergangenen Jahr.
Nach dem durchwachsenen selbstbetitelten Vorgänger waren neue Impulse für den festgefahrenen Sound von Blood Red Shoes dringend notwendig. Get Tragic übersetzt dieses Bedürfnis vielleicht aus den falschen Gründen heraus, macht seine Sache dabei jedoch sehr solide.
Nach dem boygenius-Intermezzo im vergangenen Jahr der nächste Eintrag von Phoebe Bridgers in ihren Allstar-Kombo-Sammelheft: Auf dem selbstbetitelten Debütalbum von Better Oblivion Community Center macht sie gemeinsame Sache mit ihrem alten Kumpel Conor Oberst.
Für Ihre regulären Studioalben brauchen Mercury Rev mittlerweile ja schon einmal bis zu sieben Jahre. Obskure Veröffentlichungen zwischen traditionsbewusstem Archivarwissen und unorthodoxem Forscherdrang gehen der Band aber scheinbar mühelos von der Hand, wie die galante Verneigung Bobbie Gentry's The Delta Sweete Revisited beweist.
Als wir Sharon Van Etten zuletzt sahen, trieb sie sich in angesagten Clubs in Twin Peaks herum, saß im gläsernen Käfig von The OA und bediente das Radioprogramm einer dystopischen Paralellwelt. Auf Remind Me Tomorrow versucht sie nun, sich in einem Indietronic- und Synthpop-Umfeld neu zu erfinden.
Weezer trollen wo es geht, haben hinter dem cheesy petrolenen Banner ein bewusst geschmackloses Gag-Album ohne erkennbare Pointe aufgenommen: The Teal Album ist auf seinem Ritt durch die 80er und 90er schließlich sogar zu kantenlos und risikoscheu, mutlos und gefällig ausgefallen, als dass der Witz auf eigene Kosten gehen würde.
Das beste an der exklusiv von Netflix vertriebenen, schrottig-langweiligen Romanverfilmung Bird Box von Susanne Bier ist definitiv der dazugehörige Soundtrack der Nine Inch Nails-Speerspitze um Trent Reznor und Atticus Ross - die eventuell gar beste Score-Arbeit des Duos seit The Girl With the Dragon Tattoo.

![Jungstötter, UMA [16.03.2019: Orpheum Extra, Graz] Jungstötter, UMA [16.03.2019: Orpheum Extra, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2019/03/Jungst%C3%B6tter-Live-13-e1552905205430.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)








