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Knapp zwei Wochen nach ihren Kumpels von Godspeed You! Black Emperor kommen BIG|BRAVE nach Graz - und füllen zumindest das Orpheum Extra (mit Unterstützung von Ilun und Kee Avil) relativ ordentlich.
Das vor knapp zweieinhalb Jahren aufgezeichnete Union Chapel (London, England) wirkt wie ein trauernder Epitaph für den im Februar 2026 verstorbenen Manchester Orchestra-Schlagzeuger Tim Very.
Inferno ist zwar streng genommen wohl mehr oder minder ein Solo-Album von Mike Sandison. Es ist, rund 13 Jahre nach Tomorrow's Harvest, aber gerade auch deswegen das erhoffte nächste Meisterstück im Boards of Canada-Kanon.
Neurisis, oder: Mit dem aus dem Nichts gekommenen An Undying Love for a Burning World ist Aaron Turner nun tatsächlich Mitglied seiner prägenden Lieblingsband.
Die Zusammenarbeit mit Mark Kozelek hat bereits auf dem Vorgänger We Still Have Sky hervorragend funktioniert. Nowhere I Have Ever Been macht insofern alles richtig, indem es sich - mit klarer Rollenverteilung - praktisch zum vollwertigen Kollaboration-Album auswächst.
James Hamzey geht auf Distanz zu den Wurzeln von Serpent Column - und damit wohl auch auf direkten Konfrontationskurs mit seiner Fanbase - indem der Sound von Aion of Strife schon fast absurd roh am Lofi aufgerauht wird, während die Haltung des melodischen Black Metal immer triumphierendere Gesten erzeugt.
Oblivion ist die erste von drei für dieses Jahr angekündigten Singles, die das Alkaline Trio mit ihrem neuen Drummer Atom Willard und Produzent Travis Barker aufgenommen hat - eine demonstrative Frischzellenkur mit ambivalenten Beigeschmack.
BIG|BRAVE treten nach Nature Morte (2023) und ihrem vorläufigen Meisterstück A Chaos of Flowers (2024) einen Schritt zur Seite und basteln den OST zu einem (erst imaginären, später aber durch director/visual artist Stacy Lee erschlossenen) Film.
Moonlight Concessions ist im Grunde ein Kristin Hersh-Soloalbum - mit zurückhaltender Unterstützung ihrer Throwing Muses. Ungeachtet dieses leicht zu verzeihenden Etikettenschwindels haben wir es jedoch projektübergreifend mit einem (gar nicht so) heimlichen Karriere-Highlight der 58 jährigen zu tun.
Wish Defense ist zwar bereits das sechste Studioalbum der minimalistischen Post Punker Facs, fühlt sich allerdings dennoch ein kleines bisschen wie ein zweites Debüt für die Band aus Chicago an. Eine Fußnote in der Musikgeschichte hat die Platte allerdings aus einem anderen Grund inne.

![BIG|BRAVE, Kee Avil, Ilun [08.05.2024: Orpheum Extra, Graz] BIG|BRAVE, Kee Avil, Ilun [08.05.2024: Orpheum Extra, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2024/05/IMG_5145.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)








