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Für all jene, die es 2011 auf dem offiziellen Debütalbum 'Past Life Martyred Saints' wegen all der verstörenden Drone-Aggressivität nicht mitbekommen haben erteilt Erika M. Andersen die Lektion auf 'The Future's Void' noch einmal - in freundlicher: die ehemalige Gowns-Punkerin macht jetzt Popmusik.
Der Exil-Londoner Christopher Taylor bastelt unter dem Projektnamen SOHN wunderbar filigranen R&B-Pop voller Melancholie und Soul auf seinem Laptop und positioniert seine Wahlheimat Wien damit mutmaßlich aus dem Nichts heraus auf der Landkarte emotionaler Elektronikmusik von internationaler Klasse.
Ein unveröffentlichtes Album aus der gemeinhin schwächsten Phase des Man in Black, knappe 10 Jahre nach dem Tod des Man in Black ausgegraben. Skepsis durfte da die Vorfreude durchaus überschatten - 'Out Among the Stars' nun umso überraschender mit seinen Qualitäten aufzeigen kann.
Dass es William Doyle mit seiner Band Doyle & The Fourfathers im Indierock zu eng wurde glaubt man nach dem zwischen den Stühlen sitzenden 'Total Strife Forever' nur zu bereitwillig: mit East India Youth wagt der Engländer den am Zeitgeist orientierten Neuanfang und tobt sich am Laptop auf einem Spielplatz der elektronischen Genres aus.
Schmeichelweicher Schmuse-Synthiepop auf Autopilot geschalten: Jean-Benoit Dunckel von Air und der isländische Komponist Barði Jóhannsson (u.a. Bang Gang, Lady & Bird) deuten im sparsamen Kurzformat an, was diesem Duo noch möglich sein wird.
Eigentlich wollten sich Crippled Black Phoenix für ihr viertes Album von einer einfacheren Seite präsentieren - am Ende ist es doch wieder ein überlanges Konzeptwerk zwischen langweilend rockender dunkler Seite und einer ansprechenden bis gar großartigen, balladesken helleren Seite geworden. Was dazwischen aber endgültig verloren gegangen ist, ist die Magie der alten Tage.
Jakob Bannon hat eine Schwäche für The Cure und Depeche Mode, das weiß man. Die mutmaßliche Freude beim Converge Brüllwürfel muss also riesig gewesen sein, als die potentielle Zeitgeist-Sensation und Mini-Supergroup Death of Lovers auf seinem Label Deathwish Inc. unterschrieben hat.
Ohne konkrete Pläne auf ein baldiges Album-Comeback versammeln Charakterstimme Brian Aubert und seine Silversun Pickups 10 Singles aus beinahe ebenso vielen Jahren und dreieinhalb Alben bei Dangerbird Records.
Während 'Thousands Of Miles Between Us' langsam aber sicher immer mehr zum 'Chinese Democrazy' der filmischen Tourdokumentationen wird, kramen die allmächtigen Converge für unersättliche Sammler in den Archiven.
Pontiak unterhalten mit ihrem rauchenden Gemisch aus Ursuppen-Heavy Metal und dröhnend angereichertem Rock'n'Roll ein weiteres Mal knockentrocken, kurzweilig und lässig aus der Hüfte geschüttelt. Die ultimative Befriedigung bleibt allerdings aus.










