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Neben dem Score für die gerne unter Wert verkaufte Sean Penn-Serie The First legt Colin Stetson mit der Untermalung von Ari Asters brillanten Horror-Drama Hereditary seine zweite Soundtrackarbeit 2018 vor. Ein potentieller Oscar-Kandidat.
Sechs Jahre nach Rize of The Fenix kehren Tenacious D nicht nur mit einer animierten Internet-Serie, sondern in Form des dazugehörigen Soundtracks auch gleich mit ihrem vierten Studioalbum zurück. Gerade für all jene, die Kyle Gass und Jack Black primär ihrer Songs wegen folgen, wird Post-Apocalypto nun allerdings eine mittelschwere Ernüchterung darstellen.
Lange hat es gedauert, bis Markov Soroka und Leadgitarrist Nizam Salimbayev mit Schlagzeuger Shawn Eldridge den multikulturellen Schmelztiegel mit Migrationshintergrund namens Krukh tatsächlich zum Leben erweckt haben. Mit Безглуздість! - Absurdity! - hat sich allerdings ein verführerisch kasteiendes Atmospheric Black Metal-Unwetter angebraut.
Die beste Soundtrackarbeit eines Radiohead-Musikers wird am Ende des Jahres 2018 Dank Phantom Thread zwar von Veteran Jonny Greenwood stammen. Doch auch Thom Yorke beweist mit Suspiria (Music for the Luca Guadagnino Film) - nun eindrucksvoll seine überzeugenden Fähigkeiten am Score-Markt.
Natürlich ist Natural Rebel keineswegs so aufmüpfig, wie der Titel sowie die plakativ-energische Pose am Cover es versprechen. Doch nicht nur die Frisur samt Elder Statesman-Anzug sitzt diesmal wieder: Richard Ashcroft findet auf einem vorhersehbaren fünften Studioalbum ein kleines Stück weit zurück in die Spur.
Wo man dem Nighwatchman und Gitarrist von Rage Against the Machine, Audioslave oder Prophets of Rage bisher primär sein seit Jahrzehnten stagnierend-limitiertes Gitarrenspiel und überschaubares Songwriter-Talent ankreiden konnte, kommen nun auch sein Musikgeschmack samt fragwürdigen Kontaktregister in die geschmacklosesten Ausläufer der Elektronikszene hinzu.
So irritierend die exzessive Zuneigung von Ex-The Icarus Line-Boss Joe Cardamone für zeitgeistaffinen Hip Hop vor ein paar Jahren auch sein konnte - spätestens mit seinem Solodebüt Holy War macht sie nun sogar durchaus Sinn.
Keine zwei Jahre nach dem schaumgebremst wirkenden, doch auch ernüchternd milden Life Without Sound entdecken Cloud Nothings für Last Building Burning die Liebe zum aus der Garage prügelnden Krach wieder, haben Spaß am tobsüchtigen Austicken und dem Kanalisieren von purer Energie.
Phil Elverum alias Mount Eerie trägt die Songs seiner 2017er-Überwältigung A Crow Looked at Me sowie des diesjährigen - zum Aufnahmezeipunkt von (after) noch nicht veröffentlichten - Nachfolgers Only Now in spartanischer Klarheit auf die klerikale Bühne.
The Art of Pretending to Swim setzt nach der Quasi-Zäsur Where Have You Been All My Life? zur sanften Revolution im Hause Villagers an: Conor O'Brien bringt seinem liebenswerten Folk elektronische Produktionskniffe und genretechnische Wendungen bei.










