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Auf Wiedersehen Vergangenheit, Hallo Zukunft. Das mögen sich Thirteen Days aus Klagenfurt in den letzten Monaten und Jahren einige Male gedacht haben: Management-Probleme, die Hälfte der Band verabschiedete sich nach und nach und wurde durch Mitglieder der steirischen Kombo Days in Paradise ersetzt. Zudem wurde dem Power-Poppunk früherer Tage zugunsten eines rockig-alternativen Sounds abgeschworen. Herausgekommen ist 'Goodbye to Yesterday', ein ambivalentes Album.
"Are you a pusher/ Or are you a puller?" fragen alt-J vor perlenden Lagerfeuer-Akustikgitarren und schmiegen sich abseits des Momentums in Samthandschuhe: "I pull the weight towards me". Dabei positionieren sich die nunmehr als Trio firmierenden Mercury Prize-träger mit dem Nachfolger ihres Sensationsdebüt vor allem als Drifter, die auf 'This is All Yours' mit geschlossenen Augen durch ihre schlauen Indie-Konstruktionen schweben.
Nun auch in physischer Form erhältlich: zwei bereits im Frühling für kurze Zeit digital veröffentlichte Outtake-Brocken aus den 'Phantom Limb'-Sessions, die die rasenden Grindcorekaiser Pig Destroyer auf ihre zermürbende Slo-Mo-Seite ausgebremst zeigen.
Im Interview Anfang Juni hat uns Sänger und Gitarrist Zock 'Burden Calls' als „die mit Abstand spannendste Platte“, die Astpai bis jetzt gemacht hat, angekündigt. Ein riskantes Versprechen, das die Erwartungen bereits im Vorfeld hoch gehalten hat. Doch er sollte Recht behalten, denn die Wiener Neustädter liefern mit ihrer mittlerweile fünften LP melodischen Punkrock vom Feinsten.
Die Beinahe-Oscar-Preisträgerin entschädigt im Alleingang für die käsigen letzten beiden Yeah Yeah Yeahs-Alben: 15 intim-romantische LoFi-Folk-Songskizzen mit gebrochenem Herzen, die ungefähr dort weitermachen, wo 'KO at Home' ungewollt ans Tageslicht gespült wurde.
The Kooks zelebrieren voller Übermut den so nötigen Neuanfang und hantieren unter der Ägide eines jungen Hip Hop-Produzenten mit Versatzstücken von Funk und Blues bis hin zum Baukasten-Soul. Die Operation mag nicht restlos glücken - der totgeglaubte Patient ist dennoch wieder am Leben.
Auf Tour kann man schon mal auf Gedanken kommen. Die Relapse-Senkrechtstarter Inter Arma haben etwa beschlossen, zahlreiche Riff-Ideen über nahtlose 45 Minuten in allen erdenklichen Genre-Deklinationen durchzuexerzieren. Was dann absolut kein dummer Gedanke ist, sondern ein schlauchender, epischer Monolith von einem Song.
Mike Hadreas ist zurück und bringt mit 'Too Bright' einen frischen Wind in die Sache. Wer eine Fortsetzung der melancholisch schönen Pianosongs erwartet hat, liegt zwar nicht gänzlich falsch, denn Perfume Genius widmet sich nach wie vor Themen wie Homophobie und Identitätswirren, allerdings wesentlich zorniger als bisher. Aber auch der Sound hat sich verändert: Das Piano muss (großteils) weichen, stattdessen lauscht man poppig-schimmernder, sowie dunkler Elektronik. Es ist eine akustische Verlagerung, die ob der Erwartungen verschrecken kann, aber durchaus auch Hörer gewinnen wird.
Ein Schritt zurück, zwei nach vorne: Earth entfernen sich vom Cello-schwangeren Folk-Hypnotismus der 'Angels of Darkness, Demons of Light'-Phase und heben den bedrohlich glimmernden Americana-Doom ihrer Comebackplatte 'Hex; Or Printing in the Infernal Method' mit einer Handvoll Gästen auf eine neue Ebene.










