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„We got lost on the right way” Das stellen die Jungs von Deadends auf ihrer aktuellen EP ‘choices.’ fest. Am richtigen Weg sind die Vier auf jeden Fall, denn nach nicht mal einjährigem Bestehen haben sie sich in der Grazer DIY-Punk-Szene bereits einen Namen gemacht. Heavy Pop hat sich mit Vik (Vocals, Gitarre) und Brandy (Bass) getroffen, um über ihre Entstehung, amerikanische Labels und Kassetten zu plaudern.
Ein Album, das demonstrativ alle Last von den Schultern fegt, das viele dem New Yorker-Trio so wohl auch gar nicht mehr zugetraut hätten: Interpol behalten die Klangästhetik des sich selbst kasteienden (und gerne unterschätzten) Vorgängerbrockens bei, schreiben darunter aber so viele potentielle (Uptempo-)Singles wie seit 'Antics' nicht.
Sieben Jahre liegen zwischen 'Virulence' und 'Persuance', mit dem sich die designierte Supergroup um Russ Rankin 2014 eindrucksvoll auf der Bildfläche zurück meldete. Warum es überhaupt zu der langen Pause kam, den Bandmitgliedern auch ohne Only Crime nicht langweilig wurde und weswegen seine Stammband Good Riddance seit 2012 wieder existiert erzählt Rankin im Heavypop-Interview.
Daneben greifen kann die um Carson Cox und David Vassalotti zur vollwertigen Band ausgewachsenen Truppe scheinbar einfach nicht - weniger unmittelbare Euphorie als bisher entfachen dann aber doch: Merchandise fliegen auf ihrem Major-Einstand auf der ersten Blick gar zu reibungslos mit Autopilot durch die 1980er.
Ty Segall meldet sich nach einer für seine Verhältnisse unfassbar langen Veröffentlichungspause von beinahe einem Jahr mit einem nach eigenem Ermessen als Doppelalbum zu betrachtenden Triumphzug zurück. Ernsthaft: der wird immer besser!
Mögen Danko Jones ihre besten Platten auch längst veröffentlicht haben - live ist das Trio (hier bereits mit Neo-Drummer Richard Knox hinter der Schießbude) immer noch eine Macht. Das erste offizielle Livealbum der Kanadier ist deswegen auch ein furios unterhaltender Start-Ziel-Sieg - allerdings mit mit einem gravierenden Schönheitsfehler.
Brian Fallon und seinen Jungs scheint klar zu sein dass ihnen die großen Melodien ausgehen. Auf ihrem fünften Studioalbum versuchen die New Jersey-Punkrocker diesen Missstand zwischen leidlich inspirierten Selbstplagiaten und ausgewaschenen Standards wenig konsequent mit einer schaumgebremsten Aufbruchstimmung zu kaschieren.
Gegen Tom Petty kann man ja fast nichts sagen oder haben: Das Debüt liegt 40 Jahre zurück, seitdem wurden 60 Millionen Alben verkauft, durchwegs ausgezeichnete Konzertkritiken eingeheimst – nur wenige schaffen es, sich so konstant (gut) im Business zu bewähren. Nach vier Jahren Wartezeit stellt auch das 13. Studioalbum 'Hypnotic Eye' diesbezüglich keine Ausnahme Regel dar.
Gute Vorzeichen sehen anders aus: zuerst fand der Mozzer kein Label um sein zehntes Studiowerk zu veröffentlichen, dann gab es neben den obligatorischen menschenfeindlichen Radau reichlich Stunk auf Tour und die Promoexemplare wurden vorsichtshalber weitestgehend spät genug verschickt um keine Pre-Release-Review möglich zu machen. 'World Peace is None of Your Business' ist nun das entsprechende Album dazu. Nur weniger spannend.
“The Mars Volta and At the Drive-In had a baby, and it’s called Antemasque” sagt Cedric Bixler-Zavala und umreißt die Wiedervereinigung mit Omar Rodríguez-López damit ebenso akkurat wie er zu kurz greift: die Auszeit voneinander hat ebenso ihre Spuren hinterlassen wie die Arbeit mit Bosnian Rainbows und Zavalaz. Dazu haben die unzertrennlichen Langzeitpartner nicht nur die Liebe zueinander, sondern auch zum kompakten Format im eingängigen Postpunk und komplizierten Core-Pop samt Classic-Rock-Vibe (wieder)gefunden.










