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Von den Sklavenunterkünften neben Baumwollplantagen zu gegenwärtigen Diskussion über grassierende Polizeigewalt und Rassismus in den USA ist es für Zeal & Ardor nicht weit - Manuel Gagneux hat deswegen mit Wake of a Nation sein (leider gar nicht unbedingt nur) zeitaktuellstes politische Statement aufgenommen.
Seit sie sich eine Umkleide beim Seattle Terrorfest im Juni 2018 teilten, gehen Thou und Emma Ruth Rundle mit der Idee einer Kollaboration schwanger, spätestens das furiose Roadburn 2019 war der nötige Katalysator, um in Schnappatmung zu versetzen. Es ist also nicht selbstverständlich, dass das lange auf sich warten lassende May Our Chambers Be Full nun alle Erwartungen an dieses Gipfeltreffen erfüllt.
Pallbearer verwalten ihre Ausnahmestellung im Doom mit Forgotten Days so ansatzlos wie kompetent, haben jedoch erstmals ein Album aufgenommen, dass vollends ohne Magie auskommen muß.
Das passt zum bisherigen Eindruck, den diese zum blenden neigende Dinner Party vermittelt hat: Dieses offiziell als Remix-Projekt firmierende Companion Piece ist kein Dessert, sondern eher der potentiell aufgehende Versuch, korrigierende Ergebniskosmetik zu betreiben.
Das Cover mag mehr Abenteuerlust in Aussicht stellen, letztendlich spielt sich auf Love is the King, dem vierten Album von Jeff Tweedy seit 2017, aber alles in heimeliger Komfortzone für Wilco-Boss ab.
Seit Strange Peace deuteten ja alle Vorzeichen darauf hin, dass sich Metz mit ihrem Viertwerk einem bisherigen Schaffenszenit nähern würden. Versprechen, die Atlas Vending nun mit einem zugänglicherem Songwriting unter dem angestammten Noise Rock-Ungemach erfüllt.
Sturgrass! Einer Charity-Challenge mit seinen Fans folgend löst Sturgill Simpson sein Versprechen eines Bluesgrass-Doppelschlags nach einer Liveshow nun auch auf Platte ein und widmet sich mit Cuttin' Grass Vol. 1: The Butcher Shoppe Sessions einer entsprechenden Diskografie-Rework-
Matt Berninger war 2019 auf I Am Easy to Find entlastet genug, um Zeit für sein erstes Soloalbum zu finden. Auf Serpentine Prison spielt er befindlichkeitsorientierte The National-Songs ohne die Dessner- und (eine Hälfte der) Devendorf-Brüder als kreative Reibungspunkte im Hintergrund.
Auch wenn es für die Geldbörsen seiner Fans keine Freude war und all die ausgekoppelten Singles gerade Komplettisten diesseits des Ozeans in den Wahnsinn treiben konnten, ergibt diese zersplitterte Veröffentlichung des von Greg Puciato zusammengetragenen Materials doch irgendwo mehr Sinn, als in jener gesammelten Form, die Child Soldier: Creator of God nun kuratiert.
Portugal. The Man haben sich mit Weird Al Yankovic, the Last Artful Dodgr, Jeff Bhasker (bekannt für seine Arbeiten mit Mark Ronson oder Kanye West) sowie Paul Williams (der bereits für The Carpenters und Barbara Streisand tätig war) zusammengetan, um mit Who’s Gonna Stop Me eine Single für den Indigenous People’s Day, aufzunehmen.










