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Norah Jones feiert gerade das zwanzigjährige Jubiläum ihres (nach wie vor wundervollen) Debütalbums Come Away With Me. Daneben gibt es zu Ehren von 52 Jahren Let it Be aber auch zwei Live-Tribute an das Beatles-Album.
Omnium Gatherum beginnt wie das Opus Magnum der Dauerveröffentlicher von King Gizzard & The Lizard Wizard - treibt dann als vogelfrei in griffige Formen gegossenes Sammelsurium aber doch „nur“ die stilistische Unberechenbarkeit der Band auf die Spitze.
Mit dem Hype um Errorzone im Rücken, neu geknüpften Business-Banden zu Nuclear Blast und einem Blick auf die namhafte Gästeliste, schien es absolut logisch zu sein, dass Vein.fm mit ihrem Zweitwerk einen markanten Schritt Richtung Breitenwirksamkeit machen würden - und dann knallen einem die Bostoner derart unverhohlen einen kaum zu bändigen Metalcore-Hassbatzen wie This World Is Going to Ruin You vor den Latz.
Die erste Zusammenarbeit Texas Sun war rund um den alles überstrahlenden Instant-Hits seines Titelsongs vielleicht spektakulärer und griffiger - das regelrecht unscheinbare Texas Moon erweist sich allerdings nach anfänglicher Unterwältigung als wirklich sehr feiner Konterpart und würdiger Nachfolger der tollen EP von 2020.
Dass die EPs von Burial mit Antidawn inzwischen bereits die Länge regulärer Alben erreichen, kann man sicher auch als Indikator für die Prognose nehmen, dass William Emmanuel Bevan wohl niemals mehr einen Nachfolger zu Untrue aufnehmen wird.
| HM | Kurzformate | 50 – 41 | 40 – 31 | 30 – 21 | 20 – 11 | 10 – 01 |
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Sich 30 als Vinyl-Exemplar pünktlich zum Releasetermin ins Regal stellen zu können war ja eines der geringsten Probleme in einem Jahr, das die finanzielle Zugkraft des Plattenmarktes endgültig aus dem Nischendasein gepresst hat.
Muse, Thou oder Taylor Swift gehören spätestens seit diesem Jahr zu der immer breiter werdenden Riege an Musikern, die bereits veröffentlichtes Material aus dem eigenen Fundus neu aufgenommen haben. Die Zeugnisse diese Ergüsse finden selbst hier in den Honorable Mentions aber prinzipiell ebenso schwer eine Aufnahme wie Compilations, etwaige (gerade zum Jahresende allüberall aus dem Boden schießenden) „Live im Studio-Alben“ oder Soundtrack-Arbeiten.
Für Fans interessant: Nick McCabe lichtet seine Archive und serviert mit Sankey Brook Rat Lab, N.O.S sieben instrumentale Skizzen und lose Jams, die stimmungsvoll den Hintergrund einnehmen.
Dass szenebewanderte US-Fans weiterhin darüber schwadronieren, dass Billy Strings auf Platte weiterhin nicht die magische Genialität seiner angeblich orgasmischen Liveshows erreicht (oder eher: gar nicht erreichen will, weil er hier eine kompaktere Ausdrucksform wählt), erscheint angesichts von Renewal regelrecht absurd: Besser als der 29 jährige konserviert auch im Studio derzeit niemand den progressiven Bluegrass.










