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Auch wenn man die Begeisterung, die der Feuilleton Conor Oberst im Zuge einer von Phoebe Bridgers und Co. losgetretenen Folkrock-Renaissance nun offenbar wieder flächendeckend zukommen lässt, nicht teilen muß, stimmt es schon: Der Ausflug mit Better Oblivion Community Center hat dem einstigen Wunderkind Aufwind gegeben - Down in the Weeds, Where the World Once Was ist das beste Bright Eyes-Album seit eineinhalb Dekaden.
Rund um sein fabelhaftes, sebstbetiteltes Debütalbum 2017 hätte man Colter Wall noch ansatzlos attestiert, zu jener Riege an jungen Nachwuchstalenten zu zählen, die die Zukunft des Country formen werden. Spätestens mit Western Swing & Waltzes And Other Punchy Songs weiß man nun allerdings, dass dem heute 25 Jährigen daran nichts liegt.
Weißwein-Trinker Phil Anselmo erweitert sein stilistisch ohnedies schon so breitgefächertes Portfolio: Mit En Minor spielt er auf When the Cold Truth Has Worn Its Miserable Welcome Out mit nölend-raspelndem Organ jene Americana- und Dark Folkrock-Songs voll Melancholie und Leid, die bereits der selbstbetitelte Ausblick im Vorjahr versprach.
In den knapp 15 Jahren, die Jérôme Reuter gefühlt ebenso viele Alben unter seinem Bandbanner veröffentlicht hat, konnte man freilich die Übersicht über das Werk von Rome verlieren. The Lone Furrow diens insofern auch dank der aufgefahrenen (und keineswegs für die zugrunde liegende ausrichtung repräsentative Metal-)Gästeliste als Hingucker.
Dumal aus Pennsylvania haben mit ihrem Debüt The Lesser God 2017 einen kleinen Hype erzeugen können. Dort setzt der (via Vigor Deconstruct und Fólkvangr Records veröffentlichte) Nachfolger The Confessor nun als neuerlicher Black Metal-Sturm an.
Blink-182-Drummer Travis Barker hat über die Rick Ross und Lil Wayne-Kollaborations-Single Gimme Brain 2019 sein Label DTA Music aus der Taufe gehoben - nun legt er mit Run the Jewels und Forever nach.
Für Ex-Sharks-Vorstand James Mattock und The Violent Hearts nähert sich langsam aber sicher der Release des lange auf sich warten gelassen habenden Debütalbums - Everything and Nothing. Darauf deutet nach einer Neuauflage der Single Porcelain World nun auch das Bandcamp-Kurzformat In Isolation an.
Alles wie immer - und vielleicht trotzdem wichtiger denn je: Run the Jewels 4 spielt die längst perfektionierten Signaturen des freigiebigen Duos zwischen triumphalem Schaulaufen und routinierter Klasse gekonnt aus.
Die personell um Doug Martsch wieder einmal neuformierten Built to Spill waren zuletzt als Backingband von Daniel Johnston geladen: "This is what those rehearsals sounded like". Nun zollt die Indie-Institution dem ewigen Geheimtipp Tribut - "Recorded in 2018 by Jim Roth and featuring Steve Gere on drums and Jason Albertini on bass".
In Relation zum bisherigen Veröffentlichungsrhythmus hat es diesmal vier lange Jahre gedauert, bis Mike Kinsella wieder Zeit für Owen findet. Dafür legt The Avalanche sein Singer Songwriter/Indie Folk-Trostpflaster in bittersüß-sentimentalen Melancholie aber auch umso vielseitiger auf.










