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Dass die Screamo-Urväter trotz ihres ersten Albums seit 18 Jahren in ihrer eigenen Hohheitszone aktuell von zahlreichen Epigonen wie etwa Lord Snow scheinbar mühelos überholt werden reicht offenbar nicht: Larry Records legt mit dem irgendwo zwischen Denkzettel, Spott, Parodie und Lehrstunde veranlagten Jeromes Dream-Bluff X die wohl ultimative Demütigung für LP vor.
Die vier lange Jahre dauernde Albumpause haben Cloud Rat nicht nur für expandierende Splits, sondern auch eine generelle Standpunktverortung genutzt, die auf Pollinator nun ziemlich sicher - mal wieder! - zum bisher stärksten Album der Bandgeschichte führt.
Vor dem Hintergrund einer Empörungsgesellschaft mit minimaler Aufmerksamkeitsspanne wollen sich Mgła weiterhin alleine durch ihre Musik positionieren. Dass sie mit Age of Excuse die selbe Blaupause bedienen wie die beiden Vorgängeralben ist gut, aber wohl nicht unbedingt das kreativste Statement.
Auf halben Weg zum Chinese Democracy-des-Progmetal-Treppenwitz haben Tool 4872 Tage nach 10,000 Days tatsächlich doch noch ihr fünftes Studioalbum veröffentlicht. Nach außen hin ist Fear Inoculum dabei vielleicht ein wertkonservativer Fanpleaser auf Autopilot, dahinter jedoch ein durchaus evolutionärer Brocken in latenter Verweigerungshaltung.
Suffering is a Gift löst viele bisher von der Band gegebenen Versprechen ein: Portrayal of Guilt haben nach dem so ambivalent unter Kinderkrankheiten leidenden 2018er-Highlight Let Pain Be Your Guide noch einmal an an den Stellschrauben ihres wahnsinnigen Gemetzels aus Screamo- und Powerviolence-Versatzstücken gedreht.
Klassischer Screamo erlebt aktuell einen vitalen zweiten Frühling. In diesem wollen nun nach 18 Jahren Plattenpause auch die wiedervereinigten Jeromes Dream mitmischen - und machen mit LP wohl das beste aus einem in dieser Form verzichtbaren Revival.
Gipfeltreffen der (heimischen und internationalen) Indie-Darlinge im Dom im Berg: Crush rollen den roten Teppich für das einzige Deerhunter-Konzert auf heimischen Boden im Jahr 2019 aus.
Glassing wollen das stilistische Chaos ihres Wesens auf dem zweiten Studioalbum keineswegs zähmen, bringen ihre zahlreichen, so unbändigen stilistischen Einflüsse für das einnehmend in der Finsternis schimmernde Spotted Horse aber in einen faszinierenden Einklang.
Vier Songs sind aus den Sessions zu dem vielumjubelten Zweitwerk Joy as an Act of Resistance übrig geblieben. Zu gut, um sie unter den Tisch zu kehren, erscheinen sie nun jeweils im Doppelpack serviert als Standalone-Singles. Den Anfang machen Mercedes Marxist und I Dream Guillotine.
Es bleibt dabei: Russian Circles haben es nach Memorial (2013) verpasst, für neue Impulse im ihrem instrumentalen Post Metal zu sorgen. Blood Year verschärft die Krise nach dem ernüchternden Guidance von 2016 zumindest nicht.







![Deerhunter, Crush [20.08.2019: Dom im Berg, Graz] Deerhunter, Crush [20.08.2019: Dom im Berg, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2019/08/Deerhunter-Live-4-e1566399487713.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)


