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Dass Gone is Gone diesen selbstbetitelten Einstand nicht als ihr offizielles Langspieler-Debüt, sondern als Mittelding zwischen Minialbum und EP verstanden wissen wollen, macht durchaus Sinn: Das dahinter aufgefahrene Amalgam torkelt noch ein wenig unausgegoren in den Seilen.
Toby Driver will Kayo Dot offenbar keine Komfortzone gönnen. Zwei Jahre nach dem überraschend zugänglichen Vorgänger Coffins on Io entbündelt er dessen verlockende Synth/New Wave-Gangart jedenfalls nur zu genüsslich, um dessen freieRadikale zu einem schwindelerregenderen Delirium zusammenzudirigieren.
Aus dem höchstens als Augenzwinkern zu verstehenden Comeback of The Century ist der erstaunlich erfrischende Schwanengesang für Hot Hot Heat geworden: Steve Bays und Co. verabschieden sich mit dem selbstbetitelten Fünftwerk auf versöhnliche Art und Weise.
Es ist schon ein wenig ungerecht: Während etwa Uncle Acid and The Deadbeats durch das Vorprogramm von Black Sabbath rocken, bleiben die Schweden von Salem's Pot auch mit Pronounce This! gefühltermaßen ein klein wenig auf der Underdog-Medaille sitzen.
Ignat Frege und Felix Skinner entfernen ihren experimentellen Noiserock auf Indifferent Rivers Romance End ein Stück weit aus den Fängen des klaustrophobischen Metals, der noch auf Want sein Unwesen trieb, gestalten ihn augenscheinlich sogar einladender denn je. Weniger intensiv und emotional verstörend wird das dritte Wreck and Reference-Album dadurch aber noch lange nicht.
Das deutsche Label Iron Bonehead beweist mal wieder den richtigen Riecher: Mit dem finnischen Black Metal-Duo Celestial Grave holt man sich jedenfalls einen weiteren potentiellen Hochklasse-Band in den Roster - soviel scheint jedenfalls bereits nach der schon so extrem vielversprechenden Demo-EP Burial Ground Trance klar.
Das seit Jahren über Biffy Clyro hängende Damoklesschwert des banalen Stadionrock kracht nun mit Ellipsis doch noch hernieder: Unter tatkräftiger Mithilfe von Muse-Spezi Rich Costey haben die Schotten gefühltermaßen das weniger potente Update zu Only Revolutions aufgenommen.
Der finstere Hardcore von Old Lines war immer schon explizit politisch. Durch die Zusammenarbeit mit Will Potter auf To Build a Fire erreicht dieser allerdings in seiner Konsequenz noch einmal eine ganz neue Dimension.
Es gibt keine bessere Gelegenheit um sich in Erinnerung zu rufen, wie grandios die verdiente Institution Boysetsfire auch in ihrem zweiten Leben nach dem Split 2007 noch ist, als die Band um Nathan Gray auf der Bühne erleben zu dürfen.
Die aktuell vielleicht angepissteste Band des Planeten hat auf ihrem Drittwerk erst so richtig schlechte Laune. Auf You Will Never Be One of Us bollert das Nails-typische Amalgam des extremen Metal jedenfalls so heftig aus den Boxen, dass die beiden Vorgänger Unsilent Death und Abandon All Life schon beinahe wie wie hasserfüllte Kulanz anmuten.









![Boysetsfire, Wolf Down [27.06.2016: PPC, Graz] Boysetsfire, Wolf Down [27.06.2016: PPC, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2016/07/IMG_3373-e1468610079567.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)
