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Der größte Fehler von fünf Finnen bleibt auch anhand von Toinen Toista die ursprüngliche Namenswahl: Malady ist immerhin seit 2004 im Herzen auf ewig von der kurzlebigen Post Hardcore/Screamo-Legende aus Richmond besetzt, die aus der Konkursmasse noch legendärerer Bands wie City of Caterpillar, PG. 99 und Pygmylush hervorgegangen war.
Komponenten wie Time & Space spielen für das Quintett aus Baltimore keine Rolle: Turnstile schmeißen die Zeitmaschine an und feiern den Hardcore der späten 80er und frühen 90er - eine Party ohne Nostalgie, am besten im nahtlosen Durchmarsch konsumiert.
Ein bisschen Skepsis war vorab durchaus angebracht: Würde es wirklich notwendig sein, dass Will Toledo das beste Album seiner Lofi-Quasi-Solophase nach dem Erfolg mit Teens of Denial (2016) mit Car Seat Headrest unbedingt neu einspielen wollte?
Marlon Williams leidet auf Make Way for Love hingebungsvoll an einem gebrochenen Herzen. Leider hat er dazu Großteils (wohl ebenso leicht zu unter- wie auch überschätzende) Songs komponiert, die diesen Umstand wohlwollend wie eine angenehm-gefällige Bagatelle klingen lassen.
Sofern man grundsätzlich gewisse Erwartungshaltungen an den postmetalischen Doom-Sludge von Sumac stellt, ist es wahrscheinlich gut zu wissen, dass der reguläre Nachfolger zu The Deal (2015) und What One Becomes (2016) angeblich bereits in Angriffstellung hinter dem für Puristen wohl wenig befriedigenden American Dollar Bill - Keep Facing Sideways, You're Too Hideous To Look At Face On lauern soll.
Portal überfluten ihren avantgardistischen Experimental-Death Metal auf Ion doch nicht mit einem psychotischen White Noise-Rauschen - der verstörende Teaser oder malträtierende Distortion-Vorboten wie Spores haben diesbezüglich eklatant auf die falsche Fährte geführt. Viel eher sprechen die Australier auf ihrem fünften Studioalbum mit geänderten Produktionsbedingungen sogar eine Einladung aus.
Nach dem enttäuschenden Kooperations-Ausfall Let it be You (mit Okkervil River-Mitglied Benjamin Lazar) findet Joan as Police Woman auf Damned Devotion wieder zurück in die Spur - und für ihren neo-souligen Indie-Pop mittels der Dominanz des Rhythmus eine durchaus betörende Perspektive auf minimalistischere Elektronikversatzstücke.
Fun Fact: Zum Abschluss des Jahres 2016 haben uns seinerzeit sowohl Mikael Kjellman als auch Mitch Roemer ihre damaligen Lieblingsplatten verraten. Irgendwo passend also, dass sich die beiden nun mit ihren aktuellen Bands - der altgedienten Schwedenmacht Martyrdöd sowie der hier ihre Jungfernsprengladung zündenden Neolithic - eine Split auf Deep Six Records. Da kann wenig schief gehen.
Während David Duchovny als Agent Mulder etwas lustlos durch die aktuelle (elfte, und gemessen an den Ratings wohl auch finale) Season von Akte X wandert, überzeugt er mit Every Third Thought in seiner Rolle als Teilzeit-Singer-Songwriter zum zweiten Mal ansatzlos.
Nach ihrem diffusen, selbstbetitelten Kaleidoskop von 2013 bleiben MGMT im Geiste eine 60s-Psychedelica-Band hinter dem schillernden Sound der 80er, nähern sich dabei über ein Jahrzehnt nach Oracular Spectacular mit Little Dark Age jedoch zumindest ansatzweise wieder deutlicher ihren schmissigen Synthpop-Wurzeln an.










