Sun Kil Moon – Oh My Mother

von am 11. Februar 2026 in Single

Sun Kil Moon – Oh My Mother

Knapp zwei Wochen nach dem Release in seinem Substack This Is My Town (wo übrigens bereits der Alligator Song sowie Murals of Bruce Lee warten), veröffentlicht Mark Kozelek die jazzige Wohlfühl-Single Oh My Mother auch auf einschlägige Streaming-Portalen.

Dass die Nummer da wie dort als Sun Kil Moon-Stück firmiert, ist eigentlich falsch, haben wir es tatsächlich doch mit einer neuerlichen Kooperation mit Amoeba zu tun: Kozelek steuert Texte und Gesang bei, die Musik stammt allerdings zur Gänze von Ben Molnár.
Während sich nach Nowhere I Have Ever Been einmal mehr bestätigt, dass es dem mittlerweile 59 jährigen gut tut, wenn er sich auf kompositorischer Ebene mitnehmen lassen kann, hat Molnár für Kozelek (und seine mutmaßlich über Piano , Rhodes und Besen-Schlagzeug als Backingband agierenden Amoeba-Kollegen) eine angenehm perlende Lounge-Nummer ausgebreitet. Der Klang ist warm und weich, die Atmosphäre wohlig einnehmend.
Inhaltlich streut Kozelek gewohnt autobiographisch schwelgend seiner Mutter dem (für eine simple, bereitwillig repetierte Hook sorgenden) Titel entsprechend Blumen – dankt ihr etwa, dass sie ihm Bowies Changes nahegelegt hat, oder sie ihn zum Gitarrenunterricht geführt hat; entschuldigt sich dafür, Erbstücke von ihr entwendet zu haben; und freut sich, sie bald wieder in den Arm nehmen zu können.
So plätschert Oh My Mother über zu ausführliche neuneinhalb Minuten gediegen dahin – sentimental und absolut inoffensiv, aber wirklich angenehm und einnehmend, sorgsam und aufrichtig

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