Album
Selbst ein an sich so drastischer Evolutionsprozess, wie In Grief or in Hope ihn an sich vollzieht - und wie er nach dem brillanten A Chaos of Flowers von 2024 nach dem Katalysator OST wohl auch notwendig war - geschieht innerhalb des BIG|BRAVE-Kanons absolut organisch und ansatzlos.
Mal Criado mögen - zumindest dem Namen nach - schlechte Manieren haben, aber eben auch die richtigen Vorbilder - wie Ni Todo La Tierra Entera, das Debütalbum der Band aus Vancouver, beweist.
Etwas mehr als ein Jahr nach ihrem fabelhaften 2025er Kleinod bauen Ostraca mit dem fast doppelt so langen Thread das Hohheitsgebiet von Eventualities weiter aus.
Sehr angenehm: Ausgerechnet Red Hot Chili Peppers-Bassist Flea hat in seiner Rolle als Trompeten-Liebhaber mit Honora das smoothe Konsens-Jazz-Album des Jahres aufgenommen.
Wenigen steht die risikofreie Komfortzone besser, als Jack White. Dass er mit Frozen Charlotte - alias Frozen Charlatan - also praktisch „nur“ No Name II aufgenommen hat, geht absolut klar!
Damit war nun wirklich nicht zu rechnen, doch es stimmt tatsächlich: Mit dem Sequel Confessions II hat Madonna fernab eines eigentlich zustehenden Alterswerks ihr bestes Studioalbum seit Confessions on a Dancefloor aufgenommen!
Die Will Haven-Splittergruppe Foreign Film positioniert sich auf ihrem Debütalbum A Love Letter im Hoheitsgebiet des Sacramento-Mutterschiffs, hat darin aber durchaus Visionen einer eigenen Nische.
Jesse Welles übersetzt eine weitere Welle seiner Trademark-Protestsongs in ein neues Studioalbum - soweit bleibt trotz einer deutlicher als bisher auf die persönliche Ebene gehenden Tendenz alles beim Alten. Dennoch hat Masks Off zumindest auf den ersten Blick einen vergleichsweise schweren Stand.
Unrecognizable haben sich erst im vergangenen Jahr mit den beiden EPs Designer Execution und Lavish Lacerations vorgestellt, da haben sie jetzt auch schon ihr Debütalbum Black Mass fertig.
Ja, An Eraser and a Maze hält das Versprechen von Look How Far... weitestgehend und zieht die mit Strangers to Ourselves (2015) und The Golden Casket (2021) doch enttäuschende Formkurve von Modest Mouse erfreulicherweise wieder nach oben.










