Fontaines D.C. – Live at Kilmainham Gaol

von am 27. August 2021 in Livealbum

Fontaines D.C. – Live at Kilmainham Gaol

Die Regeln des (RSD-)Marktes besagen, dass bei Fontaines D.C. nach zwei Studioalben eine Liveplatte längst überfällig ist. Live at Kilmainham Gaol erfüllt diese Nachfrage sehr souverän.

Gerade weil Initialzündung A Hero’s Death das bessere Werk der Iren ist, ist es natürlich schade, dass sieben der zehn Songs des am am 14 Juli 2020 als Lockdown/ Streaming Gig in Dublin aufgenommenen Live at Kilmainham Gaol vom Vorgänger Dogrel stammen. Es ist allerdings auch insofern ein guter Indikator für die Qualität des Konzerts, da die weitestgehend nahe an den Studio-Ursprüngen gespielten Songs hier (auch dank des direkteren Sounds) viel besser funktionieren, als noch auf dem Debütalbum.

Fontaine D.C. spielen gleichzeitig tight und doch verdammt lässig, der lakonische Sprechgesang von Grian Chatten kommt mit mehr Punch zur Geltung. Besonderen Reiz bekommt er außerdem, wenn die Band (wie in Sha Sha Sha oder dem sowieso sehr melodiös gesungenen Liberty Belle) als mehrstimmige Gang die Barbershop-Harmonien in den Hintergrund schleust.

Es passt also schon auch, dass die kurzweilige Setlist den Fokus nicht auf die ruhigeren Songs richtet (auch wenn die einfach die besten im Repertoire sind, wie Belong oder das ausholende Dublin City Sky untermauern), sondern über Highlights wie Too Real (das hier beinahe mit einer psychedelischen Schraffur liebäugelt) oder das dringlich hämmernde Big eine schnörkellose Zielstrebigkeit an den Tag legt, die Live at Kilmainham Gaol zu keiner spektakulären, aber verdammt effektiven und unterhaltsamen Angelegenheit macht. Physisch übrigens limitiert auf 3500 Exemplare.

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