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2015 haben Batushka mit ihrem vor finsteren Blastbeats, griffiger Rock-Breitbeinigkeit und erhebenden Chören jubilierenden (subjektiv auch allgemein dezent überschätzten) Debüt Litourgiya dem orthodoxen Black Metal eine durchaus imposante Würdigung erwiesen, die schließlich sogar bis auf die großen Bühnen vor Behemoth und Bölzer führte.
Schon mit ihrem triumphal krönenden Kraftakt auf Weeping Choir hat Kristin Hayter dem Musikjahr 2019 ihren Stempel aufgedrückt. Mit welcher Masse und Gravitation sie das dritte LINGUA IGNOTA-Album CALIGULA nun jedoch zu einem Opus Magnum ausdehnt und verdichtet, ist dann schon beachtlich - und bewusst überfordernd.
In den überdimensionalen Fußspuren von The Dillinger Escape Plan können nur wenige potentielle Erbverwalter derart trittsicher bestehen, wie es der transatlantische Zusammenschluss Frontierer tut. Was für eine massive Urgewalt von einer Band sich Pedram Valiani und Chad Kapper da spätestens mit der 2018er-Breitseite Unloved allerdings tatsächlich geschaffen haben, wird jedoch erst live wirklich eindrucksvoll spürbar.
Dass wir das offizielle Friendship-Debüt Hatred 2017 übersehen haben, ist nach wie vor unverzeihlich. Auch das permanente Erwähnen als adäquate Konkurrenz zu Genre-Größen wie Palm, Nails, Baptists oder Full of Hell war keine wirkliche Abbitte. Da trifft es sich natürlich gut, dass die Japaner mit Undercurrent einen zumindest ansatzweise ebenbürtigen Nachfolger hinterherschicken.
Durch den Tod von Caleb Scofield sowie im vergangenen Jahrzehnt grundsätzlich nicht gerade rege Touraktivitäten (gerade außerhalb der USA) grenzt es wohl an ein Wunder, Cave In überhaupt noch einmal live sehen zu können. Und dann fackelt die Band das Chelsea auch noch mit einer solchen Intensität nieder, die keine Sekunde an eine Abschiedsvorstellung denken lässt.
Für den Augenblick hat es so ausgesehen, als würde Denzel Curry über TA13OO und das starke Rage Against the Machine-Cover Bulls on Parade den neuen Standard definieren, auf den sich alle einigen können. Nun schiebt er mit dem bewusst kaum gravierenden Intermezzo Zuu jedoch erst einmal eine lockere Verschnaufpause ein.
Deathspell Omega starten in ihr drittes Bandjahrzehnt überraschend einladend, behaupten sich mit dem höllischen Konglomerat The Furnaces of Palingenesia jedoch trotzdem als schwer verdauliches, zutiefst polarisierendes Enfant Terrible an der Spitze des avantgardistischen Black Metal.
Annähernd zwölfeinhalb Jahre nach ihrem letzten Österreich-Gastspiel und 86 Tage vor der eventuell kolportierten Platten-Rückkehr am ominös angeteaserten 30. August geben Tool in der Wiener Stadthalle eine rundum zufriedenstellende Standortbestimmung an, worum sich da für Metalfans trotz aller hochgekochter Hysterie durchaus das Ereignis des Jahres anbahnen könnte.
Rammstein machen viel richtig, in dem sie wenig anders machen: Kein Fan wird sich auf der anstehenden Stadiontour darüber beschweren müssen, wenn die brachialen Deutschen neues Material aus ihrem selbstbetitelten Comebackalbum in die Setlist schmuggeln.
Ursprünglich 2018 nur in einer zweiteiligen Tranche von Tartarus Records und Crown and Throne Ltd. auf Kassette sowie digital veröffentlicht, legt das Niederländische Label den Album-Appendix Steel Casket nun auf limitiert gepresstem Vinyl noch einmal auf.



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