Suche nach: Art Brut
Nach dem spacigen Ambient von Sower of Wind konzentrieren sich Rosetta für das nächste Kurzformat Terra Sola wieder deutlicher auf ihre Kernkompetenzen, lassen den brutalen Post Metal über drei freigeistig wandernde Kompositionen aber als Anknüpfungspunkt zum jüngsten Studioalbum Utopioid auch friedlich in umgrenzende Genres weiterwandern.
Cult of Luna finden für A Dawn to Fear vom auf Vertikal (II) herrschenden dystopischen Retrofuturismus (2013) und den endlosen Weiten der Space Oper Mariner (2016) zu einer in sich selbst ruhenden Komfortzone: Das siebente Studioalbum der Band aus Umeå nutzt eine vermeintliche Stagnation als intrinsischen Wachstumsprozess.
Wirklich erwünscht gefühlt hat sich Sturgill Simpson wohl ohnedies nie in Nashville. Weswegen er ohne falsche Verbundenheiten kurzerhand zum ultimativen Outlaw-Mindfuck ansetzt und seinen Unmut über das Business in ein überbordendes Gesamtkunstwerk projiziert: Für Sound & Fury und den dazugehörigen millionenschweren Netflix-Film erfindet sich der Country-Rebell als postapokalypischer Rocker neu.
Brandon Williams legt kein Jahr nach Death Lust (immerhin eines der Highlights von 2018) bereits das zweite Chastity-Album vor - und bleibt auf Home Made Satan ein innerlich zerrissener, stilistisch multifunktionaler Ohrwurmlieferant.
Spätestens wenn im Schlußstück The Storm der Regen einzusetzen beginnt, könnte Birth of Violence zwar tatsächlich nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm im dunkel dräuenden Universum der Chelsea Wolfe sein. Bis dahin stellt das sechste Studioalbum der Kalifornierin allerdings eine beklemmende Einkehr dar.
Der progressive Death Doom von False Confession kann nicht nur mit schwindelfreier Unberechenbarkeit im Songwriting und brutaler Schönheit der Performance aufwarten, sondern auch mit einem instrumentalen Twist: Weeping Sores besetzen ihre eigene Kampfzone.
Was sich selbst angesichts der unerfüllbar geschürten Erwartungshaltung kaum leugnen lässt: No One Knows What the Dead Think haben (trotz bald noch nachfolgender, potentiell konkurrenzfähiger alter Bekannter) mit ihrem selbstbetitelten Debüt ziemlich sicher die Grindcore-Platte des Jahres aufgenommen.
Zwei Jahre nach ihrem bisher wohl zugänglichsten Ungemach Contact steht Margaret Chardiet nicht mit dem Rücken zur Wand, hat aber unfairerweise aktuell doch die Übermacht von CALIGULA im Nacken. Vielleicht versucht Devour ja deswegen ein wenig zwischen den Stühlen sitzend garstigere Krallen zu zeigen.
Das dritte Studioalbum im dritten Jahr bestätigt die anhaltende Formkurve und zementiert den Status Quo von Tomb Mold an der aktuellen Speerspitze des Genres: Planetary Clairvoyance ist superb destillierter Oldschool-Death Metal mit finnischer Färbung.
Glassing wollen das stilistische Chaos ihres Wesens auf dem zweiten Studioalbum keineswegs zähmen, bringen ihre zahlreichen, so unbändigen stilistischen Einflüsse für das einnehmend in der Finsternis schimmernde Spotted Horse aber in einen faszinierenden Einklang.










