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Sehr nett: Nach dem schwachen Vorgänger Girls in Peacetime Want to Dance (und einer generell nur wenig schmeichelhaften Dekade) finden Belle and Sebastian mit dem Soundtrackalbum Days of the Bagnold Summer für den Debütfilm von Simon Bird wieder ein gutes Stück weit zurück in die Spur.
Forevher verlangt mehr Eingewöhnungszeit als das starke Debüt Nothing’s Real und hat sicher auch die stärkere Konkurrenz im zeitnahen Bewertungsraum. Nichtsdestotrotz ist Shura zumindest eine Plattenhälfte drauf und dran, dem Pop ein zeitloses Geschenk zu unterbreiten.
Dass Alexander Giannascoli alias (Sandy) Alex G nach Jahren der Major-Unterstützung justament jetzt durch die Decke geht, hat einen guten Grund: Selbst wenn man bisher wenig mit den Alben des Mannes aus Philadelphia anfangen konnte, ist House of Sugar doch eine sehr einnehmende Angelegenheit.
Bevor sich die Editors nach den Blanck Mass-Sessions und einem frustrierend veröffentlichten Benefiz-Livealbum mit Black Gold: Best of Editors weiterhin um pure Vergangenheitsbewältigung bemühen, gibt es zwei neue Songs der anstehenden Compilation als separate Single.
Was sich selbst angesichts der unerfüllbar geschürten Erwartungshaltung kaum leugnen lässt: No One Knows What the Dead Think haben (trotz bald noch nachfolgender, potentiell konkurrenzfähiger alter Bekannter) mit ihrem selbstbetitelten Debüt ziemlich sicher die Grindcore-Platte des Jahres aufgenommen.
Zumindest sechs Songs hat Elizabeth Woolridge Grant in ihrer Rolle als Ikone der unglücklichen Romantik, glamourösen Nostalgie und melancholischen Tragik bereits im Vorfeld zu Norman Fucking Rockwell ausgekoppelt - jeder einzelne davon ein kleines Prunkstück ihrer Karriere.
Spätestens im zwischen düster-abgründigen The Cure und Testosteron- Saxophonmonster Tim Cappello pendelnden Nostalgie-Verlangen von Vampire wird klar, dass Bat For Lashes mit dem warm fließenden Lost Girls tatsächlich ganz unkaschiert ihr ureigenes, weibliche Pendant Kiefer Sutherlands legendärer Bande aufgenommen hat.
Sleater-Kinney haben ein Album mit St. Vincent als Produzentin aufgenommen und sich durch (das irgendwo prophetisch betitelte) The Center Won't Hold ein ganzes Stück weit als Synthie-Popband mit exaltiertem Körpergefühl neu erfinden können - darüber hinaus an diesem Prozess aber auch Schlagzeugerin Janet Weiss verloren.
Lange hat Chance The Rapper sein offizielles Debütalbum hinausgezögert und mit einer nahezu makellosen Reihe an Mixtapes begeistert. Nun verhebt er sich ausgerechnet für The Big Day im Liebestaumel an externen Erwartungshaltungen und den eigenen Ambitionen.
Es bleibt dabei: Russian Circles haben es nach Memorial (2013) verpasst, für neue Impulse im ihrem instrumentalen Post Metal zu sorgen. Blood Year verschärft die Krise nach dem ernüchternden Guidance von 2016 zumindest nicht.










