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Neoklassizistischer, kammermusikalischer Ambient in purer Schönheit: Átta klingt wohl genau so, wie man sich die Rückkehr von Sigur Rós nach dem Ausstieg von Schlagzeuger Orri Páll Dýrason und der Rückkehr von Kjartan Sveinsson im Grunde erwarten konnte.
"XCAPE", PT. 1 ist der - als EP firmierende, jedoch nur zwei Songs umfassende - Auftakt einer konzeptionellen Trilogie, in der der 28 jährige Senkrechtstarter Jean Dawson in die anachronistische Rolle des fiktiven Phoenix schlüpft.
„We are going to be a different band going forward" hat Dave Grohl nach dem Entschluss, die Foo Fighters trotz des Todes von Drummer Taylor Hawkins weiterleben zu lassen, verkündet. Tatsächlich klingt But Here We Are aber so sehr - und vor allem: so gut! - nach den Foo Fighters, wie keine Platter der Band seit 2011.
Die ehemalige Chairlift-Sängerin Caroline Polachek legt auf Desire, I Want to Turn Into You - je nach Zählweise ihr zweites oder viertes Soloalbum - den Pop als zugänglich-massentauglichen Konsens mit individueller Prägung aus.
Eremit opfern dem Sludge Metal mit Wearer of Numerous Forms, was Kali Malone Anfang 2023 für den Drone und Bell Witch erst unlängst für den Funeral Doom darboten: ein überlebensgroßes Epos von auslaugender Länge - und immens entlohnender Wirkung.
Jozef van Wissem und Jim Jarmusch durchwandern gemeinsam American Landscapes, die sich als als Drone Ambient mit Avantgarde Folk-Aura so düster und beklemmend wie einladend offen wie eine Symbiose von Gustavo Santaolalla und Earth anfühlen.
Veritabler Body Horror im Geiste, letztendlich eine Durchhalteparole an sich selbst: Daniel Blumberg löst seine Singer-Songwriter-Wurzeln auf GUT endgültig im experimentellen Art-Avantgarde-Experiment auf.
Haben Crush mit Past Perfect da mit dem als so schwierig geltenden zweiten Album womöglich gleich ein Übergangswerk aufgenommen - von einer der besten Indie-Pop-Bands der vergangenen Jahre hin zu einer wirklich herausragenden Ereignis?
Den regulären Nachfolger zu ihrem polarisierenden Drittwerk Folkesange hat Myrkur bereits fertig - zuvor präsentiert sie aber noch stolz den Soundtrack zum aufwendig inszenierten Theaterstück Ragnarok.
Nach dem schon sehr feinen You Are Yesterday's Sweetheart legt Roaming in Limbo mit dem ebenso aufbrausenden wie in sich gehenden Molotov Man eine sogar noch bessere Single nach.










