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Als eine weitere Record Store Day-Absurdität wäre King's Mouth: Music and Songs aber auch wirklich eine Verschwendung gewesen. Nun erscheint das ursprünglich auf 4000 Vinylexemplare limitierte Werk zumindest in digitaler Form doch noch auch auf breitem Vertriebsweg als offiziell es 15. Studioalbum der Flaming Lips - und ist die eventuell beste Veröffentlichung der Band seit mindestens einem Jahrzehnt.
Kaum haben sie sich von Danger Mouse losgesagt, läuft es (in künstlerischer Hinsicht) wieder für die Black Keys: Let's Rock gelingt mit Brother'scher Kompaktheit der gepflegt weichgespülte Rock, an dem El Camino und vor allem Turn Blue noch substantiell scheiterten. Auch dank eines geschickt-manipulativen Kniffes.
Thom Yorke hat seinen patentieren Stil der träumend-pulsierenden Elektronik mittlerweile so weit verinnerlicht, dass er ihn mittlerweile (gemeinsam mit Nigel Godrich) wohl im Schlaf meisterlich produzieren kann. Auf der Strecke bleiben dabei auf Anima aber bisweilen doch auch einmal mehr Emotionen.
„As many of you probably know by now, Pallbearer has always been very “album-oriented” — when we are writing music, it’s often with the big picture in mind. However, we also thoroughly enjoy the opportunity to release pieces that might not necessarily fit into a larger album“ klären die Doom-Meister kurz nach Abschluss ihres weltweiten Deals mit Nuclear Blast - und legen in Form von Atlantis einen auf 1000 Vinyl-Exemplare limitierten Beitrag für die wiederbelebte Sub Pop-Singles-Serie vor.
Starke Talentprobe einer jungen Band aus Portland: floral patterns. befeuern mit ihrer Einstands-EP The Time It Takes To Get From Place To Place And How People Change die aktuell grassierende Screamo-Renaissance.
Dass Chernobyl von HBO eine der herausragendsten Serien des bisherigen Jahrganges ist, hat auf damit zu tun, dass Hildur Guðnadóttir hier ihre Formvollendung als Soundtrack-Komponistin zelebriert.
Endlich rücken mit California Son wieder musikalische Neuigkeiten in das von negative Schlagzeilen dominierte Blickfeld des Steven Patrick Morrissey: Der zumindest streitbare Querulant hat hinter einem geschmacklosen Cover zwölf durchaus geschmackvoll eingenommene Fremdinterpretationen versammelt.
Eine Final Transmission im Andenken an Caleb Scofield: Das ungeschönt raue, eventuell auch letzte Studioalbum der Band hat gar nicht erst Interesse daran, die Geschichte von Cave In zu einem runden oder gar versöhnlichen Abschluss zu bringen.
Kameron Bogges lässt abstruse Kompensationshandlungen in Form von Konzeptalben über das Backen von Bananenbrot und andere Parodien als Four Hoove Death Pig hinter sich: Unter dem neuen Alias An Isolated Mind stellt er sich auf I'm Losing Myself seinen psychischen Problemen.
I Am Easy to Find vermisst bis zu einem gewissen Grad eine neue Wohlfühlzone für The National: Matt Berninger ist nicht mehr das alleinige Gravitationszentrum von Songs, die ihre (zu) weitschweifende Ausgeglichenheit auch in der harmonischen Balance mit der weiblichen Perspektive finden.










