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Nach dem Hit This is America will Donald Glover den momentanen Hype nützen: Summer Pack ist entweder eine alleinstehende Mini-EP oder aber der vorauseilende Single-Ausblick auf das vierte Studioplatte des Childish Gambino - sicher aber nicht die anvisierte Hymne zur Mitte des Sommers.
Natalie Prass wirft den eigentlich anvisierten Nachfolger zu ihrem selbstbetitelten Debüt angesichts der politischen Lage in Amerika kurzerhand für die Revolte über Bord. Doch Überraschung: The Future and the Past artikuliert seinen Unmut über herrlich leichtgängigen Disco-Pop, gebaut aus schmissigen Funk und Soul.
Für SUMAC hat Aaron Turner ja unlängst den prätentiös aufgeladenen Avantgarde-Wahnsinn entdeckt. Kein Wunder also, dass er kurz darauf mit I’m the Devil and I’m Okay nach sechs Jahren Auszeit das vergleichsweise straight aufs Gaspedal steigendes Hardcore-Projekt Split Cranium mit seinem alten Circle-Tourkumpel Jussi Lehtisalo reaktiviert.
God's Favorite Customer beweist: Josh Tillman hat selbst begriffen, dass auf die erschlagende Opulenz seines 2017er-Mammutwerk Pure Comedy (alleine schon als seelsorgender Reinigungsprozess) notwendigerweise ein Schritt zurück erfolgen musste, um Maß, Ziel sowie die eigene Gesundheit nicht aus den Augen zu verlieren.
Retrofuturistischer Synth-Funk: Prophets Zweitwerk Wanna Be Your Man tanzt unter der prägenden Regie von Produzent Mndsgn zwischen den Zeiten als furiose Comebackstory nach 34 Jahren.
Der längst im Mainstream-Pop angekommene Abel Makkonen Tesfaye adressiert seine Break Up-Trauer an die Dear Melancholy, - und damit auch an eine elektronische Katharsis-Vergangenheit rund um die für The Weeknd bis auf weiteres nicht mehr greifbare Trilogy.
Weil es ganz danach aussieht, als würden Weezer einen mit dem Schwarzen Album dieses Jahr doch versetzen, bieten sich (die artworktechnisch auftrumpfenden Star Wars-Fanatiker) Ash mittels Islands als erste Alternative in Sachen nostalgischen Powerpops und sommerlichen Alternative Rocks an.
Gut, das Debüt Sometimes I Sit and Think, And Sometimes I Just Sit hatte vielleicht den besseren Titel. Dafür gelingt Courtney Barnett mit Tell Me How You Really Feel nun allerdings das stärkere Album.
Ryley Walkers Discografie bleibt weiterhin in ruheloser Bewegung. Sein viertes Studioalbum Deafman Glance porträtiert den 28 Jährigen aber deutlicher als zuvor in einer Phase des Nicht-Ankommens.
Austin L. Lunn hat mit dem zweiteiligen The Scars of Man on the Once Nameless Wilderness das sich lange abgezeichnete Opus Magnum von Panopticon aufgenommen. Über die Spielzeit von knapp zwei Stunden scheitert das Mysterium aus den Wäldern von Minnesota aber bis zu einem gewissen Grad gerade auch an seinen diesmal explizit auseinanderdividierten, sich selbst überschätzenden Ambitionen.









