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Im starken Postrock-Jahrgang 2021 hat man doch vor lauter Genre-Kalibern Don't Think You Can Escape Your Purpose, das Debütalbum von Yoo Doo Right, übersehen. Zum aufmerksamkeitsfördernden Glück legt das kanadische Trio mit A Murmur, Boundless To The East aber praktisch unmittelbar nach.
Dass Needle Cast und We Who Walk in Light keinen Platz auf Forest Nocturne gefundenen haben, macht durchaus Sinn, denn sie haben auf eine absolut falsche Fährte geführt: The Lord alias Greg Anderson hat mit seinem ersten Soloalbum eher einen Soundtrack für die Welten geschrieben, die Sunn O))) umkreisen.
Ganz Österreich pilgert zum diesjährigen Nova Rock Festival. Ganz Österreich? Nein! Ein unbeugsamer Genre-Hybrid namens Elder leistet schließlich triumphalen Widerstand und füllt das Orpheum Extra.
Die veritable Allstar Gang RLYR - Steven Hess (Locrian, Cleared), Colin DeKuiper (Bloodiest) und Trevor Shelley de Brauw (Pelican, Chord) - braucht auf ihrem dritten, diesmal selbstbetitelten Studioalbum lange, um eine erfüllende Balance zu finden.
Cave In machen weiter - und das mit erschlagender Ansage: Heavy Pendulum ist als Beginn einer neuen Zeitrechnung in der Bandgeschichte ein monumentaler, 71 minütiger Koloss mit Opus Magnum-Ansprüchen geworden.
Insurmountable, fürwahr. Denn nicht einmal Material der Smashing Pumpkins kann Primitive Man zu einer Kompromissbereitschaft in ihrem keinen Millimeter von der Ideallinie abweichenden, so unendlich heavy bestrafenden Doom bewegen.
„Musik ist der Exorzist von Stress.“ sagt Kurt Vile, seines Zeichens längst der Zen-Meister des Indie-Slackertums, und nimmt mit (watch my moves) ein schaulaufendes Album auf, das niemandem mehr etwas beweisen muss.
Omnium Gatherum beginnt wie das Opus Magnum der Dauerveröffentlicher von King Gizzard & The Lizard Wizard - treibt dann als vogelfrei in griffige Formen gegossenes Sammelsurium aber doch „nur“ die stilistische Unberechenbarkeit der Band auf die Spitze.
Die Zusammenarbeit zwischen Mizmor und Thou für ein Zola Jesus -Cover (mit der gemeinsamen Bekannten Emma Ruth Rundle) war also nicht erst der Beginn: A.L.N. und die Band aus New Orleans haben mit Myopia im vergangenen Jahr bereits heimlich still und leise ein Kooperations-Album gemeinsam aufgenommen.
Die aus Neurosis-Gitarrist Scott Kelly, dem Church of Ra bzw. Amenra-Doppel Mathieu Vandekerckhove (guitar, electronics) und Colin H. Van Eeckhout (vocals, bass) sowie mittlerweile auch Igor Cavalera (drums, percussion) zusammengesetzte Allstar-Kombo Absent in Body legt mit Plague God nach langer Wartezeit endlich ihr Debütalbum vor.



![Elder, Triptonus [08.06.2022: Orpheum Extra, Graz] Elder, Triptonus [08.06.2022: Orpheum Extra, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2022/06/IMG_2578.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)






