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Seit Love in Shadow weiß man ja, dass die Kooperationen mit Keiji Haino für Sumac bewusstseinserweiternd und prägend waren. Das wahre Ausmaß der Evolution wird nun allerdings erst mit May You Be Held begreifbar - eventuell der markanteste Jump the Shark-Moment in der bisherigen Karriere von Aaron Turner für dessen Jünger.
Ein Konzertmitschnitt aus den Niederlanden von zwei Allstar-Kombos zum Bandcamp Friday als fetter Sludge Metal-Rundumschlag zum "Avant-Gardecore"? Das liefert Zozoburn: Old Man Gloom + Zozobra Live at Fiesta Roadburn 2019!
Hell-Kopf Matthew S. Williams alias MSW reflektiert auf dem Konzeptalbum Obliviosus familiäre Probleme und leidet in der Katharsis gewohnt intensiv, findet für seinen Doom dabei aber eine bisher ungekannte Schönheit in der Finsternis.
Kris Clayton und Greg Chandler bürgen mit ihren Stammbands Camel of Doom und Esoteric für Qualitsdoom und damit auch für Self Hypnosis, schicken das dazugehörige Debütalbum Contagion of Despair aber darüber hinaus aber in weitaus abenteuerlichere Gefilde.
Ein weiteres Doom Metal-Artwork von Mariusz Lewandowski, dann auch noch zeitnah mit einem ähnlich betitelten Bell Witch-Album veröffentlicht. Doch abgesehen davon, dass Atramentus mit ihrem Debütalbum (auch abseits der Präsentation) einige Kästchen am Klischee-Bingo des Genres abhaken, macht das lange hinausgezögerte Stygian verdammt viel richtig. Und letztendlich auch herausragend.
Nicht umsonst kontrastiert Ultraviolet den Titel des Vorgängeralbums derart klar: Ausgerechnet die Metalcore-Wiedergänger von Misery Signals verbreiten im Jahr 2020 einen unerwartet hoffnungsschwangeren Optimismus.
Primitive Man erbrechen auf Immersion mehr vom selben, sadomasochistischen Torture Porn aus Doom- und Sludge, der sie 2017 mit Caustic in der ersten Reihe der Szene etablierte - allerdings in markant kompakterem Format.
Einen besseren Zeitpunkt hätten Khruangbin für die Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums kaum ausdenken können: Mit Texas Sun im Rückspiegel, der aufgeloderten Gunst des Feuilletons unter den Flügeln, sowie dem Sommer vor Augen, feiert Mordechai die Leichtigkeit des Seins.
Musikalische Memoiren: Phil Elverum reaktiviert nach der Rückkehr zu Lost Wisdom nun für Microphones in 2020 nach knapp zwei Dekaden Pause auch sein erstes legendäres Projekt, lässt im Mark Kozelek-Modus aber auch keinen Zweifel daran, dass es mittlerweile eigentlich keinen Unterschied mehr macht, unter welchem Namen er Musik veröffentlicht.
Fontaines D.C. haben wohl selbst am besten gewusst, dass die der als Debütalbum getarnten Songsammlung Dogrel zuletzt eingeschobenen Stücke wie The Lotts oder Dublin City Sky in ihrer kontemplativeren Ausrichtung die besten der Platte waren. Zumindest wird A Hero's Death durch die Rückschlüsse dieser Erkenntnis ein ziemlicher Schritt nach vorne für die Band.










