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Dove könnte praktisch kaum ein besseres Rückenwind-Momentum genießen: Erst 2017 erinnerten Courtney Barnett und Kurt Vile auf dem feinen Lotta Sea Lice mit einer Verneigung vor Untogether ziemlich brillant daran, welche unscheinbare Rohdiamanten Belly den 90ern geschenkt hatten, während spätestens die famose Breeders-Rückkehr All Nerve durchaus die Frage aufwarf, was Kim Deals alte Kumpanin Tanya Donelly derzeit so treibt.
Unter geändertem Besetzungszettel randalieren Dark Habits mit Scaphism noch fokussierter, als bereits auf Cave Paintings im vergangenen Jahr. Leider auch zugunsten einiger zuvor kultivierter Vorzüge im Sound.
Es wird die nächsten 5 Monate rund gehen im Hause Thou: The House Primordial ist „The first in a series of EPs leading up to the Magus full length.‘“ (Einen Ausblick auf kommende Releases finden sich übrigens bereits an dieser Stelle). Einstweilen sind die versammelten 38 Minutenschon einmal eine grandios die Erwartungshaltungen austricksende Kurskorrektur der Doom-Macht aus New Orleans.
2017 gaben The National in Brüssel ihr viertes - und mutmaßlich bestes - Studioalbum Boxer chronologisch und zur Gänze zum besten. Dass der Mitschnitt des Abends für den diesjährigen Record Store Day nachträglich als Vinylausgabe aufgelegt wurde, wird zumindest 4000 Hardcorefans der zuletzt marginal enttäuschenden Ausnahmeband freuen.
Iceage bleiben ruhelos getriebene Geister. Das zwischen den Stühlen brütende Beyondless zeigt die eindringlichen Kopenhagener nach vier Jahren Auszeit dennoch - oder: gerade deswegen! - von einer sesshafteren Seite.
Es taut, wahrhaftig: Soldat Hans schmelzen auf ihrem Zweitwerk die Grenzen zwischen Post Metal, Doom und Postrock noch ansatzloser als bereits auf dem an dieser Stelle sträflich übersehenen Dress Rehearsal und treiben mit aller Zeit der Welt bis in die postapokalypstische Schönheit der progressiven Endzeitballaden.
Ihr elftes Studioalbum als Grouper hat Liz Harris in Wyoming in knapp einer Woche aufgenommen: Grid of Points ist eine praktisch nahtlose Fortsetzung ihres wundervollen 2014er-Anästhetikums Ruins geworden, schürt dessen Rahmen aber gleichzeitig enger und lockert die Konturen dennoch bis knapp vor den Stillstand.
Alternative Rock im Spannungsfeld aus Score-Kontemplation und Klavier-Wohlklang: Vierzehn Jahre haben Billy Howerdel und Maynard James Keenan benötigt, um mit Eat the Elephant ein (je nach Zählweise) viertes Studioalbum von A Perfect Circle aufzunehmen, das nahezu alle Erwartungshaltungen unterläuft.
Dass Holy Fuck-Mitglied Brian Borcherdt gemeinsam mit Produzent Leon Taheny ein ganz famoses Nebenprojekt für die stillen Momente ins Leben gerufen hatte, konnte man bereits zu Zeiten des wundervollen Debüts [amazon_link id="B0080MZ07I" target="_blank" ]Total Dust[/amazon_link] nur zu leicht übersehen. Daran wird sich wohl auch knappe sechs Jahre später mit dem noch wunderbareren Blackout Summer wenig ändern.
Touché Amoré sind aktuell vor allem mit den Feierlichkeiten rund um ihr beeindruckendes Bühnenjubiläum beschäftigt. In Form von Green hatten Jeremy Bolm und Co. jedoch dennoch Zeit, eine für sich stehende Non-Album-Single überraschend aus dem Nichts attackieren zu lassen.










