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Blues Pills haben seit Lady in Gold vielleicht ihr juveniles As im Ärmel verloren, stemmen sich dafür nun aber auf Holy Moly! umso kraftvoller in ihr 70s-Vintage-Panorama aus Bluesrock und Psychedelic Soul.
Eigentlich kennt man das Spiel aus dem Vorjahr: Caio Lemos alias Kaatayra legt einem superben Album innerhalb des selben Jahrganges kurzerhand ein ähnlich bestechenderes nach. Vielleicht steht Toda história pela frente gar am vorläufigen Schaffens-Zenit des so produktiven Senkrechtstarters?
Orville Peck hat mit dem Sound seines Debütalbums viele Fans gewonnen, darunter auch Shania Twain. Insofern ist Show Pony gut damit beraten, den bisherigen Weg des maskierten Crooners nahtlos (poppiger) fortzusetzen - auch, wenn das nicht per se spannend ist.
Alison Mosshart bleibt am Solo-Steuer: Nach ihrer (hierfür nicht maßgeblichen) Single Rise wagt die The Kills- und Dead Weather-Frontfrau allerdings den U-Turm und lässt mit Sound Wheel ein unausgegorenes Spoken Word-Album folgen.
Primitive Man erbrechen auf Immersion mehr vom selben, sadomasochistischen Torture Porn aus Doom- und Sludge, der sie 2017 mit Caustic in der ersten Reihe der Szene etablierte - allerdings in markant kompakterem Format.
„I thought that things were fucked up in 2019“: Blink-182 meinen (unbewusst oder selbstironisch?) vielleicht indirekt auch ihr eigenes - wirklich absolut bescheidenes - Album Nine aus dem Vorjahr, beziehen nun mit Quarantine aber darüber hinaus minimal nach oben blickend Stellung.
Trotz zahlreicher weiterer Projekte steht Greg Anderson Synonym wie wenige andere für den Drone - Mitte der 90er hatte er beispielsweise mit Engine Kid seine eigene, bisher leicht zu übersehende Post Hardcore-Spielwiese mit eigenem Slint-Schrein.
Emma Ruth Rundle serviert via Bandcamp eine Acoustic-Demo von Dead Set Eyes, dad in der finalen Version 2018 auf On Dark Horses zu finden war. Das könnte Komplettisten ähnlich in den Wahnsinn treiben, wie Jolene es bei LINGUA IGNOTA tat.
Nicht der eigenständigste Name, um sich von all den anderen Bands da draußen zu distanzieren, die sich evenfalls Skeleton nennen. Für diese Positionierung sorgt dann aber ja auch die Musik ihres Debütalbums.
Instrumentale Hip Hop-Gerüste: Mike Shinoda findet für seine Quarantäne-Session-Serie Dropped Frames auf Vol. 2 nach dem zerschossenen Einstand die Linie und eine erstaunlich überzeugende Spur.










