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Cyr trägt seinen Namen nicht von ungefähr: Billy Corgan zeigt klar, wer das Zepter bei den Smashing Pumpkins in der Hand hält, und hat mit seiner Band eine Synthie-Pop Platte mit Solo-Album-Feeling aufgenommen.
Die beiden Hurts-Köpfe Adam Anderson und Theo Hutchcraft haben sich für Faith die Haare wachsen lassen und versuchen sich auch an moderneren R&B-Beats. Das eine ist egal, das andere keine restlos gute Idee.
Eine Dekade Pause hat den Doves die nötige Lockerheit zurückgegeben, um in Form von The Universal Want mit einem zweiten Debütalbum ins Comeback zu starten, das auch ansatzlos an den Tugenden der vier Vorgängerwerke anzuknüpft.
Die Singles Russian Doll, Little Boy und Nostalgia haben es bereits angekündigt: Anstelle der erwartbaren Unberechenbarkeit setzen Ulver mit Flowers of Evil auf Konsistenz und eine versierte Vertiefung ihrer 80er-Gelüste.
Einen besseren Zeitpunkt hätten Khruangbin für die Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums kaum ausdenken können: Mit Texas Sun im Rückspiegel, der aufgeloderten Gunst des Feuilletons unter den Flügeln, sowie dem Sommer vor Augen, feiert Mordechai die Leichtigkeit des Seins.
Aus seinem siebten Studioalbum seit 2015 (respektive nach der LoFi-Compilation Field Recordings Vol. 1 bereits der zweiten Veröffentlichung im laufenden Jahr) zeigt sich Charley Crockett als konsistentes Fließband, was unfehlbare Country-Qualitätsware angeht - und bringt den Outlaw-Geschichten von Welcome to Hard Times zudem ein latentes Goth-Flair bei.
Ein Cover des Radiohead-Songs Weird Fishes steht im Herzen des Drittwerks von Lianne La Havas. Dieses macht für sich (ein Ritterschlag!) den Urhebern zwar alle Ehre, adelt aber vor allem das Gesamtwerk auch dadurch, dass die Interpretation weder Gimmick noch dezidiertes Highlight der Platte ist.
Diese Allstar-Dinner Party ist leider nur ein zwangloses Abhängen im schicken Ambiente geworden: Terrace Martin, Robert Glasper, Kamasi Washington & 9th Wonder enttäuschen angesichts ihrer Reputation, aber freilich auch durch brach liegendes kreatives Potential.
Bereits das rundum gelungene Twin Peaks-Studioalbum hätte sich im vergangenen Jahr an dieser Stelle durchaus ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Rückwirkend bekommt Lockout Low diese allerdings noch, weil die nachgeschobene EP Side A mindestens ebenso gelungen ist.
Wenn das Cover-Artwork mehr ungestüme Energie besitzt, als die Musik dahinter: Die prolongierte Supergroup Fake Names um drei verdiente 80er-Helden und ihren Refused-Sänger spielt auf dem selbstbetitelten Debüt harmlos-netten Power Pop/ Punkrock.










