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Blue Bannisters (ehemals Rock Candy Sweet) ist ein Grower als Abnabelung von Jack Antonoff samt dem angehängten Sammelbecken bisher ausgesparter Songs, oder: ein wunderbares Lana del Rey-Album mit Schönheitsfehlern.
Unzählige Band wollen in die Bresche springen, die Gorguts nach Colored Sands hinterlassen haben. Die Groove-Provokateure von Replicant machen das auf ihrem Zweitwerk Malignant Reality aber vielversprechender als die meisten.
„This is a funeral“ brüllt Justine Jones zur Eröffnung des Titelsongs. Ganz so drastisch sind die Zustände auf Conquering dann nicht, subjektiv entwickeln sich sie Dinge aber tatsächlich nicht in die richtige Richtung für Employed to Serve.
Dass szenebewanderte US-Fans weiterhin darüber schwadronieren, dass Billy Strings auf Platte weiterhin nicht die magische Genialität seiner angeblich orgasmischen Liveshows erreicht (oder eher: gar nicht erreichen will, weil er hier eine kompaktere Ausdrucksform wählt), erscheint angesichts von Renewal regelrecht absurd: Besser als der 29 jährige konserviert auch im Studio derzeit niemand den progressiven Bluegrass.
Shootingstar Sam Fender konzentriert seine Musik des größten gemeinsamen Nenners auf Seventeen Going Under und wiegt harmlosen Eklektizismus mit Ambition sowie barrierefreier Kompetenz auf.
A.A. Williams bleibt im Jahr nach ihrem umwerfenden Debütalbum Forever Blue dem Reininterpretieren beschäftigt: nach den Songs from Isolation beschäftigt sie sich auf Arco nun noch einmal mit dem Material ihrer selbstbetitelten ersten EP aus dem Jahr 2019.
Nach der generischen Enttäuschung To Be Everywhere Is to Be Nowhere und dem überzeugenderen Palms hat es die 2019er-EP Deeper Wells bereits unterstrichen: Thrice nähern sich wieder ihrer alten Stärke und legen mit Horizons/East (trotz einiger Schönheitsfehler) ihr stärksten Album seit der Reunion vor.
Die Geschichte von Kowloon Walled City war gefühlt immer schon eine der voranschreitenden Reduktion und Askese-Findung. Piecework ist insofern sechs Jahre nach dem schwächelnden Grievances ein neuer Zenit.
Album-Glanztat, Autorinnen-Debüt und jetzt auch Soundtrack-Komponistin: Michelle Zauner alias Japanese Breakfast fügt ihrem Wahnsinnsjahr 2021 mit dem Videospiel-Score Sable ein weiteres Kapitel hinzu.
Nur ein knappes Jahr nach dem gefeierten Bloem (und noch kürzer nach der Compilation Relaas) haben die Niederländer von Fluisteraars ihr viertes Studioalbum fertig. Gegrepen door de geest der zielsontluiking kann dabei implizit durchaus als Gegenreaktion auf den Vorgänger verstanden werden.










