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„One of the most heartfelt and beautiful Cure covers I have ever heard”. Soll man widersprechen, wenn Robert Smith höchstselbst die Adaption von Boys Don’t Cry, die American Football für SiriusXM aufgenommen haben, so lobend abnickt?
Neben dem Slift-Appendix Unseenund Songs von Keiji Haino und The William Loveday Intention veröffentlicht das Traditionslabel Sub Pop mitdem Zeal & Ardor-Stück Firewake sogar eine noch unerwartetere Ausgabe der Single-Serie.
Von den Sklavenunterkünften neben Baumwollplantagen zu gegenwärtigen Diskussion über grassierende Polizeigewalt und Rassismus in den USA ist es für Zeal & Ardor nicht weit - Manuel Gagneux hat deswegen mit Wake of a Nation sein (leider gar nicht unbedingt nur) zeitaktuellstes politische Statement aufgenommen.
Als wären sie nie weg gewesen: Brandon Curtis und Josh Garza reaktivieren mit Awake in the Brain Chamber zwölf Jahre nach dem selbstbetitelten Drittwerk den Space Rock-Anachronismus der Secret Machines.
Noch eine Interpretation von Fremdmaterial: Die New Yorker Doomgazer von Spotlights widmen sich nach All I Need von Radiohead und Red House von Shudder to Think nun dem Arcade Fire-Evergreen Wake Up.
Selbst als ausgewiesener Gegner von Danger Mouse kommt man nicht umher zuzugeben, dass Brian Burton offenbar genau der richtige Produzent für Wide Awake! ist. Zumindest ringt er Parquet Courts gefühltermaßen genau jenes Album ab, auf das man nach Light Up Gold kaum noch zu hoffen wagte.
Das New Yorker Duo Uniform führt seinen zwischen kaltem Industrialrock und gnadenlosen Hardcore-Spielarten randalierenden Nihilismus auf Wake in Fright weiter in die metallische Dunkelheit - und trifft als Sklave seiner erdrückenden Attitüde mit pessimistischem Menschenhass wohl ideal den Puls der Zeit.
Erwartbar furios. Oder: Wer wäre besser dafür geeignet eine gnadenlose Lehrstunde in Sachen unerbittlich konsequenter Hardcore-Wirbelstürme zu geben, als eine arrivierte Szene-Supergroup rund um (ehemalige) Mitglieder von Touché Amoré, Against Me!, Slipknot, The Hope Conspiracy oder Trap Them?
Nach ihrem Ausflug in in die nerdige Giallo-Nische bespielen Uncle Acid and the Deadbeats auf Shapes of Midnight wieder ihr angestammte Hoheitsgebiet - vielleicht sogar so gut, wie seit 2011 nicht.
This Mirror Weighs a Ton. Doch Interpol stemmen die schwere Last mit viel Grandezza und erblicken darin seit langer Zeit endlich wieder die schemenhafte Größe ihrer einstigen Fulminanz.










